Loki Schmidt ist der Meinung, dass eine Ohrfeige oft mehr als hundert Worte hilft. Diese und ähnlich haarsträubende Äußerungen machte die 85-jährige Gattin des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt gegenüber der BILD in einem Interview zu ihrem Buch "Mein Leben für die Schule".Die ehemalige Lehrerin vertritt darin die Ansicht, Schulen sollten zur autoritären Pädagogik von einst zurückkehren, wenn auch mehr Wert auf Praxisbezug und Bildung des Individuums an sich gelegt werden sollte.
Die Reformen im Erziehungswesen, die maßgeblich durch die Studentenbewegung der 68er beeinflusst wurden, macht Frau Schmidt für den heutzutage oft beklagten Werteverfall bei den Kindern und Jugendlichen verantwortlich.
Diese Feststellung dürfte bei einigen Pädagogen heftiges Ohrenschlackern auslösen. Wird nicht gerade durch Autorität die eigene Freiheit und somit die Entwicklung von Selbständigkeit und Eigenverantwortung eingeschränkt und das Selbstwertgefühl empfindlich gestört?
Loki Schmidt hat wohl Recht, wenn sie sagt, dass Kinder Grenzen brauchen und diese auch kennen lernen müssen - Aber sind Ohrfeigen und Geringschätzung das richtige Mittel, das wir unseren Kindern als Beispiel geben sollten? Was passiert, wenn Kinder glauben, sie müssten jeder Autorität blind gehorchen?
(Quelle:Freenet.de)
