Eine Studie, bei der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren nach den Kriterien Teilhabe, Qualität und Investitionen miteinander verglichen werden, wurde vor kurzem von der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht.
Den Ergebnissen zufolge müssten die alten Bundesländer das bisherige Tempo bei dem Ausbau dieser Angebote verdoppeln, um bis zum Jahr 2013 die vom Kinderförderungsgesetz vorgesehene Anzahl an Betreuungsplätzen anzubieten. Besonders Niedersachsen (9,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (9,4 Prozent) sind von den angestrebten 35 Prozent noch weit entfernt. Hamburg hingegen bietet derzeit bereits für 22,9 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze an.
Bei der Teilhabequote gibt es dabei deutliche Unterschiede: Während in Niedersachsen sieben Prozent der Einjährigen Betreuungsplätze wahrnehmen, liegt die Anzahl in Sachsen-Anhalt bei 65 Prozent. In Sachsen-Anhalt gibt es für Kinder von Geburt an einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Investitionen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung unterscheiden sich ebenfalls deutlich: Niedersachsen investiert pro Kind unter zehn Jahren im Schnitt rund 1.100 Euro, Sachsen dagegen investiert 2.400 Euro pro Kind.
Mehr dazu unter: Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2009


