"Eltern von Kindergartenkindern in finanzschwachen Kommunen drohen erheblich höhere Beiträge.
Grund hierfür ist ein - noch nicht rechtswirksamer Erlass der Landesregierung, der es den Städten mit Haushaltssicherungskonzept untersagen soll, die Landeskürzungen mit kommunalen Etats abzufangen. ... In vielen betroffenen Städten, mit 198 genau die Hälfte der 396 NRW-Kommunen, hat die Kommunalaufsicht die Kämmereien offenbar bereits angewiesen, die entstandenen Finanzierungslücken durch Umlage der Kosten auf die Eltern zu schließen.
Hintergrund der drohenden Kostenlawine ist der Wegfall der so genannten Elternbeitragsdefizitsausgleichverfahrens zum 1. August. Damit wurden bislang ausbleibende Elternbeiträge von sozial schwachen Familien in Höhe von 85 Millionen Euro jährlich vom Land beglichen."
Quelle und Zitat: Ruhr Nachrichten vom 29. Juni 2006
