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Bye-bye, Brummschädel - Die besten Kater-Killer
 
Geschrieben von sylvie am Samstag, 31. Dezember 2005

Tipps aus dem mentalen Keller zu kommen Feste soll man feiern, wie Sie fallen. Leider folgt auf die beste Partylaune nicht selten der schönste Brummschädel. Wir sagen Ihnen, wie Sie den Kater bekämpfen – und wie es erst gar nicht so weit kommt.

Warum leiden wir eigentlich an postalkoholischem Katzenjammer? Alkohol schwemmt wichtige Mineralien aus dem Körper, z.B. Magnesium, Kalzium, Kalium und Natrium. Fehlen diese Salze, sinkt die Aktivität der Nervenzellen im Gehirn. Die Folge: ein schwerer Kopf und ein vernebelter Geist.

Zusätzlich zum Salzmangel hat unser Körper am Morgen danach mit Fuselstoffen zu kämpfen. Sie stecken vor allem in Whisky, Cognac und Fruchtlikören sowie in billigem Rotwein. Die
Konzentration dieser Methylalkohole ist im Blut dann am größten, wenn der Kater am gemeinsten ist.

Wie sehr Ihnen der Schädel brummt, hängt darüber hinaus mit der persönlichen Konstitution zusammen. Dünne Menschen vertragen zum Beispiel weniger Alkohol als beleibte. Männer spüren ihn in der Regel langsamer als Frauen. Letztere kriegen ihr Fett doppelt ab: Frauen werden nicht nur schneller betrunken, ihr Körper benötigt auch mehr Zeit, um den Alkohol abzubauen. Der Grund: Frauen haben von Natur aus weniger Muskelgewebe als Männer, das den Alkohol „verbrennt“.

Letztlich hat jeder Kater auch sein Gutes: Er hält uns davon ab, da weiter zu machen, wo wir am Vorabend aufgehört haben – und das schont unseren Körper. Und sehen Sie’s positiv: Nie schmeckt der Rollmops besser als nach einer durchzechten Nacht!

Party-Laune - Feiern ohne Folgen

Feiern Sie – aber richtig! Wenn Sie sich an ein paar Regeln halten, kommen Sie ganz ohne Brummschädel über die Runden.

Fett und Salz wirken Wunder


Normalerweise nicht empfehlenswert – vor dem Trinkgelage aber genau das Richtige: eine üppige, fettige Mahlzeit, denn Fett verzögert die Aufnahme von Alkohol ins Blut. Während der Party gilt: Knabbern Sie Erdnüsse, Salzstangen, Chips oder andere fetthaltige salzige Snacks. Von süßen Sachen lieber die Finger lassen, denn Zucker verstärkt die Alkoholwirkung!

Wasser


Führen Sie dem Körper die Flüssigkeit und Mineralstoffe wieder zu, die er durch den Alkohol verloren hat. Trinken Sie während der Party immer mal wieder ein Glas Wasser oder eine Saftschorle, damit ein Defizit gar nicht erst entsteht.

Die Mischung macht’s


Finger weg vom wilden Getränke-Mix und von Fusel! Darüber hinaus wirken Bier und Rotwein zum Beispiel schlimmer nach als Weißwein oder Wodka. Und helle Getränke sind meist ratsamer als dunkle. Weisheiten wie „Wein auf Bier, das rat ich dir“ oder „Bier auf Wein, das lass sein“ sind übrigens Quatsch und wissenschaftlich nicht nachzuweisen.

Sie stehen auf Feuerzangenbowle, Glühwein & Co.? Schlechte Nachrichten: Wärme, Kohlensäure und viel Zucker fördern die Aufnahme von Alkohol ins Blut und verstärken seine Wirkung – und den Kater.

Ab ins Bett!


Achten Sie darauf, dass die Heizung aus ist, und öffnen Sie das Fenster. Schlechte Luft fördert einen Kater. Im Härtefall nehmen Sie vor dem Schlafengehen noch eine Kopfschmerztablette, in viel Wasser aufgelöst. Vorsicht bei empfindlichem Magen: Viele Schmerztabletten enthalten Acetylsalicylsäure, die den Magen zusätzlich reizt.

Der Morgen danach - Das hilft gegen Brummschädel

Am Morgen danach ist schon alles zu spät? Stimmt – aber nur zum Teil. Diese Tipps lindern den Brummschädel.

Essen, essen, essen!


Heißhunger auf Salzgurken, Rollmöpse und Knabbergebäck? Keine Hemmungen – gönnen Sie sich ein deftiges Frühstück. Der Körper gleicht so den Mineralstoffhaushalt wieder aus.

Ebenfalls empfehlenswert: Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse. Vitamine und Mineralstoffe machen den Körper nach dem Rausch wieder fit, und das Obst hilft der Leber, den Alkohol abzubauen.

Greifen Sie zur (Wasser-)Flasche!


Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Dieser Mangel sorgt für Kopfschmerzen und Übelkeit. Trinken Sie, so viel Sie können – am besten Mineralwasser und Saftschorlen.

Raus an die frische Luft!


Eigentlich möchten Sie nur reglos auf dem Bett liegen und apathisch an die Decke starren. Doch genau das ist falsch. Sobald Sie sich auf den Beinen halten können, machen Sie einen langen Spaziergang. Frische Luft und leichte Bewegung bringen Stoffwechsel und Kreislauf wieder auf Trab.

Ammenmärchen


Die alte Weisheit, am nächsten Morgen genau das zu trinken, womit man am Abend zuvor aufgehört hat, macht den Kater nur noch schlimmer!

Erfrischende Pfefferminze


Massieren Sie ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf die Stirn – das kühlt angenehm. Achten Sie dabei darauf, dass das Öl nicht in die Augen gerät.

Heiß-kalter Fitmacher


Ab unter die Dusche: Abwechselnd kalte und warme Güsse bringen auch die müdeste Schnapsdrossel in Schwung.

Eier


Eier enthalten Zystein, eine Aminosäure, die uns hilft, hochtoxische Sauerstoff-Radikale zu binden, die beim Alkoholabbau entstehen.

Kaffee


Hält sich als Hausmittel gegen Kater hartnäckig: Kaffee zu trinken – am besten mit frisch gepresstem Zitronensaft. Oder aber Sie zerkauen langsam mehrere Kaffeebohnen. Aber Vorsicht: Kaffee bringt zwar den Kreislauf auf Touren, aber er entwässert zusätzlich.

Kater-Klassiker- Märchen, Mythen, dicke Köpfe?

Rezepte gegen Kater gibt es jede Menge. Darunter auch einige, die eher gefährlich als nützlich sind.

„Nach unseren Erkenntnissen existieren bisher keine Mittel, die den Alkoholabbau beschleunigen könnten“, sagt Dr. Peter Schmutte, wissenschaftlicher Oberrat am Hamburger Institut für Rechtsmedizin. Wir forschten nach, was von den verbreiteten Strategien zu halten ist:

Koffein


Koffein soll Blutalkohol angeblich schneller abbauen. Fakt ist: Koffein täuscht nur kurzfristig ein Wachheitsgefühl vor, der Alkoholspiegel bleibt unverändert. Bei Kreislaufschwachen kann die Mischung von Alkohol und Koffein sogar zum Kollaps führen.

Alka Seltzer


In den bekannten Brausetabletten steckt Acetylsalicylsäure – der gleiche Wirkstoff wie in vielen Schmerztabletten. Er lindert zwar den dicken Schädel, bei sensiblen Partyleichen sorgt er aber für eine Reizung der Magenschleimhaut.

Vitamin C und Fruchtzucker

Diese vermeintlichen Promillekiller haben keinen Einfluss auf den Blutalkoholspiegel. Überdosiert können sie stattdessen Bauchschmerzen verursachen und abführend wirken.

Sauna

Ein Saunagang soll angeblich am Morgen danach den Körper entgiften, indem der Restalkohol ausgeschwitzt wird. Aber: Alkohol wird nicht durch Schweiß ausgeschieden. Vorsicht: Schwitzen verstärkt den alkoholbedingten Wasser- und Mineralstoffmangel noch.

Fasten


Die Nulldiät ist bei Kater nicht sinnvoll. Auch wenn Ihnen nicht nach essen zu Mute ist: Nährstoffe gleichen die in der Nacht entstandenen Defizite im Körper wieder aus.

Rollmops

Grünes Licht! Fisch und ein deftiges Frühstück bringen den Nährstoffpegel des Körpers wieder ins Lot. Wenn Sie dazu noch Tee (keine Grün- oder Schwarztees – sie entwässern zusätzlich), Wasser oder Saftschorlen trinken, kommen Sie schnell wieder in die Gänge!


Quelle: Fit for Fun

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