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Koalition will Weihnachtsgeld für Beamte halbieren
 
Geschrieben von sylvie am Donnerstag, 24. November 2005

Nachrichten und Aktuelles

Kürzung stößt auf heftigen Widerstand - Bonus im Zivil- und Wehrdienst entfällt



Berlin - Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat
die angekündigten Einschnitte für die Staatsdiener scharf kritisiert
und mit Protesten gedroht. "Wenn die Koalition an diesen massiven
Kürzungen festhält, wird sie als eine der ungerechtesten in die
Geschichte der Republik eingehen", sagte der DBB-Vorsitzende Peter
Heesen.

Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine von der
großen Koalition beschlossene Streichliste berichtete, müssen alle
Bundesbeamten und Pensionäre ab 2006 auf die Hälfte ihres
Weihnachtsgeldes verzichten. Für Zivil- und Wehrdienstleistende falle
das Weihnachtsgeld sogar ganz weg. Außerdem gebe es nach dem
1. Juli 2006 kein "Entlassungsgeld" mehr. Bislang erhalten die
304 000 Bundesbeamten 65 Prozent und die 161 000 Pensionäre
60 Prozent eines Monatssalärs als Weihnachtsgeld. Dies gelte auch für
die künftige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ihre Minister und
Staatssekretäre. Das "Entlassungsgeld" von 690,24 Euro soll komplett
entfallen. Ferner sollen Bundesbeamte vom nächsten Jahr an eine Stunde
pro Woche länger arbeiten. Gleichzeitig sollen 2,5 Prozent der Stellen
abgebaut werden. So will man die Ausgaben der Verwaltung von jetzt 15
Milliarden um jährlich eine Milliarde Euro senken.

Die Maßnahmen
sind Teil des geplanten "Sparpakets" zur Sanierung der öffentlichen
Kassen. Laut Berechnungen des Bundesfinanzministeriums summieren sich
die Belastungen bis 2010 auf 31,3 Milliarden Euro. Der Beamtenbund
nannte die Sparmaßnahmen "bodenlos". Nach Ansicht von DBB-Chef Heesen
würden die Beamten "doppelt zur Kasse gebeten".

Eine Mehrheit
großer Unternehmen in Berlin zahlt seiner Belegschaft wieder
Weihnachtsgeld. Das hat eine Umfrage der Berliner Morgenpost ergeben.
Einige Firmen, darunter die Deutsche Bahn AG und die Deutsche Bank AG,
gewähren ein volles 13. Monatsgehalt. Eine Reihe großer Betriebe
hat sich für individuelle Regelungen entschieden. Die Air Berlin GmbH
splittet die Gratifikation auf die Monate Dezember und Mai. Die
Berlin-Chemie AG zahlt grundsätzlich 65 Prozent eines Monatsgehalts,
stockt aber bei entsprechendem Gewinn auf bis zu 100 Prozent auf. Bei
der BVG wird noch zwischen Weihnachtsgeld (Ost) und Weihnachtsgeld
(West) unterschieden, im nächsten Jahr sollen alle Mitarbeiter 1000
Euro bekommen - was dem Wert der Warengutscheine entspricht, welche die
Karstadt Warenhaus AG ihrem Personal zu Weihnachten schenkt.

Quelle: Berliner Morgenpost

P.S. (mal meine eigenen Gedanken dazu): Häää? Ja
in welchem Film spielen wir denn, bitteschön? Ich kenne wenigstens 20
Leute, die keine Beamten sind und schon seit Jahren voll auf 
Weihnachtsgeld verzichten müssen! Und hier wird ja keinesfalls von
einem kompletten WEGFALL geredet!

 Warum sollten denn Die,
die denen, die kein Geld (etwa für die Stromkosten) besitzen, nahelegen
es doch mal mit Kerzenlicht zu probieren, nicht auch mal ausprobieren,
wie schön es ist, etwas sparsamer sein zu müssen?




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