Als ältester Weihnachtsmarkt in Deutschland gilt der Striezelmarkt in Dresden.
Im 15. Jahrhundert wurden dort Striezel angeboten, die Vorboten des
heutigen Dresdner Christstollen. Im Zentrum des Striezelmarktes dreht
sich vom 24. November bis 24. Dezember die größte erzgebirgische
Stufenpyramide der Welt. Beim Stollenfest am 3. Dezember wartet ein
rund vier Tonnen schwerer Riesen-Christstollen darauf, von hungrigen
Besuchern verschlungen zu werden. Rund 1600 Künstler treten auf dem
Striezelmarkt auf, darunter 21 Chöre und 6 Bergmannsorchester.
Der Christkindlesmarkt in Nürnberg
kann bis ins 17. Jahrhundert zurückdatiert werden. Er findet bereits
Nachahmer in Nordamerika. Eröffnet wird das weihnachtliche Markttreiben
alljährlich am Freitag vor dem ersten Advent vom "Christkind"
höchstpersönlich mit einem feierlichen Prolog - in diesem Jahr also am
25. November. Zur Stärkung werden traditionelle Nürnberger Lebkuchen
verkauft. In Augsburg hat das Weihnachtsgebäck ebenfalls Geschichte:
Der Weihnachtsmarkt dort war zunächst unter dem Namen "Lebkuchenmarkt"
bekannt.
Insgesamt rund 50 Weihnachtsmärkte sollen in Berlin
die Wartezeit auf Weihnachten verkürzen. Im Innenhof des jüdischen
Museums in Kreuzberg wird zum Beispiel ein jüdisch-christlicher
"Weihnukka-Markt" veranstaltet, auf dem christliche
Weihnachtstraditionen und die des jüdischen Chanukka-Fests ausgestellt
werden.
In Köln haben Besucher die Wahl zwischen
sechs Weihnachtsmärkten in der Innenstadt. Vom 24. November bis 20.
Dezember wird die "MS Wappen von Mainz" zum schwimmenden
Weihnachtsmarkt. Das Schiff liegt vor der Kölner Altstadt vor Anker.
Aber auch Weihnachtsmärkte in kleineren Städten haben besondere Reize: Die mehr als 160 Buden auf dem Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg nördlich
von Stuttgart sind in ihrer symmetrischen Anordnung einer Stadt- oder
Gartenanlage der Epoche nachempfunden. Dekorationen wie Lichttore und
illuminierte Engel sorgen für ein weihnachtliches Ambiente vor den
Fassaden der Barockstadt. Auch in Ludwigslust in Mecklenburg werden
Besucher des "Barocken Adventsmarktes" vom 24. bis 27. November in die
Zeit von Puderperücken zurückversetzt.
Traditionelle Bergmannskunst aus dem Erzgebirge gibt es zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt in Chemnitz
zu sehen. Übermannsgroße Holzfiguren wie Nussknacker, Reiterlein und
Räuchermann stehen zwischen den Buden. Eine zwölf Meter hohe
Weihnachtspyramide und ein meterhoher "Schwibbogen" schmücken das
Areal. "Glück auf" heißt es bei der Bergparade am Vortag des ersten
Advents, wenn 600 Bergmänner die Weihnachtszeit im Erzgebirge einläuten.
In den alten Hansestädten haben Weihnachtsmärkte ebenfalls Tradition: In der Lübecker
Altstadt werden rund um das Rathaus und auf dem Koberg weihnachtlich
geschmückte Buden aufgebaut. Im Lübecker Märchenwald werden Kinder
zwischen rund 500 Tannen in die Welt der Erzählung der Gebrüder Grimm
entführt. Zur Eröffnung des Rostocker Weihnachtsmarktes schifft sich der Weihnachtsmann persönlich ein.
Auch in Wismar
wird der Weihnachtsmann am Alten Hafen empfangen. Er kommt, so wird
erzählt, alljährlich aus dem skandinavischen Wald über die Ostsee in
die Hansestadt und eröffnet den Weihnachtsmarkt auf dem historischen
Wismarer Marktplatz. Kinder, die der Erzählung nicht mehr glauben
wollen, entschädigt der Kinderweihnachtsmarkt zum Mitmachen. Dort gibt
es eine Notenstube, ein Töpferhäuschen, eine Backstube und ein
Spielhaus.
In Münster locken weihnachtliche
Genüsse auf insgesamt sechs Märkten in der historischen Altstadt. Auf
dem Platz des Westfälischen Friedens im Innenhof des Rathauses wölbt
sich ein Lichterhimmel über Spielzeugbuden. Am Kopf des
Prinzipalmarktes drängen sich kleine blaue Spitzdachbuden an die
Lambertikirche, insgesamt umfassen die Märkte rund 280 Stände.
Was in anderen Bundesländern der Weihnachtsmarkt, ist in Bayern der Christkindlmarkt. Auch auf der Fraueninsel im Chiemsee
weht der Duft kandierter Früchte und Lebkuchen von den rund 50 Ständen
des Christkindlmarkts. An den beiden ersten Adventswochenenden (25. bis
28. November und 2. bis 4. Dezember) wird an den Buden Kunsthandwerk
verkauft. Bekannte Schauspieler und Autoren wie Anja Kruse, Robert
Atzorn, Susanne von Borsody und Hera Lind lesen dort
Weihnachtsgeschichten.
Striezelmarkt in Dresden: www.dresden-tourist.de
Christkindlesmarkt in Nürnberg: www.christkindlesmarkt.de
Augsburger "Christkindlesmarkt": www.augsburg-tourismus.de
"Weihnukka-Markt" in Berlin: www.berlin-tourist-information.de
Schwimmender Weihnachtsmarkt: www.koelntourismus.de
Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg bei Stuttgart: www.ludwigsburg.de
Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigslust in Mecklenburg: www.stadtludwigslust.de
Weihnachtsmarkt in Chemnitz: www.chemnitz.de
Lübecker Märchenwald: www.luebeck-tourismus.de
Rostocker Weihnachtsmarkt: www.rostocker-weihnachtsmarkt.de
Weihnachtsmarkt Wismar: www.wismar.de
Weihnachtsmarkt Münster: www.tourismus.muenster.de
Christkindlmarkt in Chiemsee: www.prien.de
Eine Übersicht über Weihnachtsmärkte in Deutschland gibt es im Internet unter: www.deutschland-tourismus.de
Quelle: GMX
