DIHK sieht Erfolg von Ausbildungspakt in Gefahr
DIHK-Präsident
Ludwig Georg Braun sieht angesichts der drohenden Steuererhöhungen
durch die große Koalition den Erfolg des Ausbildungspakts im nächsten
Jahr in Gefahr.
In der "Welt" sagte er, sollte die große Koalition tatsächlich in
dem geplanten Ausmaß Steuern erhöhen, würde das Konjunktur und
Binnennachfrage bremsen, warnte Braun. "Für viele Unternehmen würde die
Situation schwieriger und weniger Umsatz heißt leider oft auch weniger
Ausbildungsplätze."
Allen Unkenrufen zum Trotz habe die
Wirtschaft auch in diesem Jahr die Paktzusage eingehalten, sagte Braun:
"Wir werden auch 2005 allen Jugendlichen, die ausbildungswillig- und
fähig sind, ein Angebot zur Ausbildung machen können", betonte der
DIHK-Präsident.
Bis Ende Oktober konnten die Industrie- und
Handelskammern (IHK) demnach mehr als 26.500 Betriebe neu für
Berufsausbildung gewinnen. Zudem wurden rund 35.400 neue
Ausbildungsplätze und rund 27.000 Einstiegsqualifikationen eingeworben.
Insgesamt haben die IHK bis Ende Oktober 309.255 neue
Ausbildungsverträge registriert, 0,6 Prozent weniger als vor einem
Jahr, was vor allem an den neuen Ländern liegt. Hier gab es ein Minus
von 1415 außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen, ein Rückgang von sieben
Prozent.
