München/Berlin (dpa) - Der neue Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung plädiert dafür, bereits Zweijährige in Kindergärten aufzunehmen.Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» werden in dem Report auch frühere Einschulungen sowie mehr und bessere Ganztagsschulen als notwendig erachtet.
Allein für den Ausbau der Kinderbetreuung müsse der Staat jährlich bis zu 2,7 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Familienministerin Renate Schmidt (SPD) wird den 12. Kinder- und Jugendbericht am Donnerstag in Berlin vorstellen. Dieser wird einmal pro Legislaturperiode erarbeitet und entstand diesmal in einer Kommission mit sieben Mitgliedern unter Leitung des Direktors des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach.
Nach Ansicht Rauschenbachs gibt es derzeit zu strikte Trennungen: Bildung sei vorrangig Ziel der Schulen, Betreuung sei für kleinere Kinder vorgesehen. «In Zukunft muss Schule mehr Betreuung und Erziehung leisten. Kindergärten und Krippen müssen sich stärker um Bildung kümmern», verlangte Rauschenbach.
