Hallo,
ich möchte allen eigentlich Mut machen, es gibt immer einen Tag im Leben, da ist man der Ansicht, oh Gott, wie soll ich dieses noch machen, aber irgendwann ist ein Türchen offen.
Ich bin eine geschiedene, alleinerziehende Mutter von einem vierjährigen Sohn! Getrennt habe ich mich von meinem Mann, als ich im vierten Monat schwanger war. Er hat 0190 Guy Hotline Nummer seit Jahren über sein Handy angerufen und ich habe ihn so zusagen erwischt. Er bat um Vergebung und wollte es unterlassen! Hinterher ist man immer schlauer, nach dem dritten Betrug, trennte ich mich von ihm und reichte die Scheidung ein. Nach der Geburt wurde das Sorgerecht und das Umgangsrecht verhandelt. Gemeinsames Sorgerecht und ein wöchentlicher Umgang in meiner Wohnung. Ich war gar nicht begeistert! Nach fast zwei Jahren hin und her! Habe ich mich an da JA gewandt und wollte eine neue Regelung für den Umgang, da ja auch langsam der Kindergarten vor der Tür stand! Das JA wollte mir das Sorgerecht entziehen und meinem Ex die alleinige Sorge geben, diesen armen Mann. Der Herr hatte zwischendurch immer ein paar Pausen eingelegt, wenn er arbeiten mußte oder mal keine Lust hatte. Diese Pausen dauerten so zwischen zwei und drei Monaten. Betreute Umgänge wurden gerichtlich angeordnet und ich machte diese alle brav mit, so lange mein Sohn sie mitmachen wollte. Seelische Belastungen und alles andere an Terrorgeschichten schildere ich lieber nicht, dass würde zu lange dauern. So der letzte betreute Umgang ist ja nun angeblich prächtig gelaufen, danach es gab sechs Besuchskontakte für einen ganzen Tag. Bis mein Sohn sich jedes Mal mehr wehrte und weigerte. Bis sich dieser kleine Mann vor meinen Ex aufbaute und ihn aus der Wohnung herausschmiss. Ich kann es nur so schildern! Ich frage mich bis heute, was hat dieser Mann mit dem Kind gemacht, dass es sich so vehement weigert. Mein Ex schweigt und beschäftigt das JA und die Gerichte. Die Richterin setzte nun eine Verfahrenspflegerin ein, weil die böse Mutter, die hat bestimmt das Kind beeinflusst! Nun ist wieder mein Sohn im Spiel, er teilte der Verfahrenspflegerin - Anwältin den Kindes - mit, dass er diesen Mann nie wieder sehen möchte. Und nun werden wir sehen, was passiert. Ich kann mit der Sitaution nicht umgehen und ich kann mit einem Kindesvater nicht wieder Kontakt aufnehmen, wenn ich die Befürchtung habe, dass er meinem Kind etwas angetan hat! Und wie soll ich mit einem Kindesvater auch noch ein gemeinsames Sorgerecht teilen, wenn er schweigt und ich diese Gedanken in meinem Kopf habe! Eines ist klar, die nächsten Jahre vor der Richterin sind verbrieft! So kann es auch gehen, das neue Kindschaftsrecht! Aber trotzdem verliere ich nicht den Mut und die Kraft, mich für mein Kind ein zusetzen. Mein Sohn belohnt es mittlerweile wieder, in dem er sein Lachen und seine Fröhlichkeit wieder gefunden hat. Die Angst irgendwann seinen Vater zu sehen kann ich ihm nicht nehmen, dafür ist das Zufallsprinzip zuständig. Aber ich kann ihn Selbstbewußt und gestärkt in die nächsten Kämpfe schicken, auch wenn er sich in Zukunft irgendwann für seinen Vater entscheiden wird. Er wird es schaffen und Stark sein, und seine Position verteidigen, und ich kann Stolz auf ihn sein, wenn er eine Entscheidung trifft, egal, wie sie ausfallen wird!
Alles Gute für alle und viel Kraft!

