Die schönste Zeit des Jahr steht drohend vor der Tür, und zum ersten Mal will "sie" mit "ihm" in den Urlaub fahren – ist das nicht schön?Kleiner Schönheitsfehler: Das Kind muss mit. Es gehört aber nicht zu beiden, sondern nur zu einem von beiden. Da ist Stress vorprogrammiert. Deshalb ist es ratsam, dass sogenannte "Patchwork"-Familien vom Urlaub nicht zu viel verlangen sollten.
Insbesondere Kinder und Elternteile, die noch wenig miteinander vertraut sind oder sich nur wenige Zeit sehen, müssten sich im Urlaub erst aneinander gewöhnen.
Das berichtet der Interessenverband Unterhalt und Elternrecht (ISUV) in Nürnberg. Enttäuschte Erwartungen endeten daher häufig im Beziehungsfrust. Der ISUV rät, sich auf mögliche Konfliktsituationen einzustellen und vor dem Urlaub mit den Kindern zu sprechen.
Der Umgang am Wochenende klappt den Experten zufolge auch bei Patchwork-Familien in der Regel gut. Um sich "auf den Geist zu gehen", reiche die Zeit meist nicht. Ist die Familie im Urlaub jedoch längere Zeit zusammen, kämen unbekannte Vorstellungen, Gewohnheiten und Eigenarten zu Tage und könnten als störend empfunden werden.
Wenn dann noch die Kinder der Elternteile miteinander streiten und Spannungen zwischen den Erwachsenen auftreten, entstehe leicht Frust.
Laut ISUV sollten Probleme angesprochen und Streitmuster wie "deine Kinder, meine Kinder" vermieden werden. Dann könnten sich gerade bei Zweitfamilien in den Ferien neue, positive Beziehungen entwickeln.
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