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Flexible Betreuung durch qualifizierte Tagesmütter
 
Geschrieben von onedaydie am Samstag, 21. Mai 2005

Nachrichten und Aktuelles Bundesfamilienministerin Renate Schmidt stellt Felsberg (Hessen) als vorbildlich bei Ausbau der Kindertagesbetreuung heraus

Qualifizierung von Tagesmüttern, Kita-Platz-Sharing, freier Eintritt ins Freibad für Kita-Kinder - die Stadt Felsberg (Hessen) setzt Maßstäbe bei der Kinderbetreuung. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hebt die Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis als Vorreiter-Kommune des Monats Mai hervor. Bereits seit 1991 wird in Felsberg mit seinen 12.000 Einwohnern der Ausbau der Kinderbetreuung verstärkt vorangetrieben. Zunächst durch die Initiative von Eltern, inzwischen durch ein "Soziales Dienstleistungszentrum", das Familien mit einer breiten Palette von Hilfsangeboten unterstützt. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt derzeit auf dem Ausbau der Betreuung für die unter Dreijährigen. Felsberg ist Mitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, der am Donnerstag die Fachtagung "Gemeinden sagen Ja zu Kindern" mit ausrichtet.


"Felsberg zeigt, was auch und gerade in kleineren Kommunen möglich ist, wenn nur der Wille da ist", erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. "Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz haben wir die Grundlage zugleich für den Ausbau der Tagespflege zu einer qualitativ hochwertigen Alternative zur Betreuung in Krippen geschaffen. In Felsberg hat man das erkannt und bringt jetzt die Betreuung der unter Dreijährigen verstärkt voran. Dass sich die Gemeinde und Eltern aktiv dafür einsetzen zeigt, wie engagiert man hier ist."

Die Gemeinde Felsberg hat dem Tageselternverein ein Büro zur Vermittlung von Tagesmüttern zur Verfügung gestellt. Seit Januar 2005 wird zudem ein Kita-Platz-Sharing für unter Dreijährige angeboten. So kann beispielsweise ein Kind zwei Tage die Woche und ein anderes Kind drei Tage die Woche betreut werden, wodurch meist Mütter zumindest einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen können. Angeboten wird auch eine flexible Betreuung durch Tagesmütter in Schicht-Arbeitszeiten oder am Wochenende. Für die Tagesmütter gibt es Qualifizierungskurse, zudem wird eine Kartei aufgebaut, die die Betreuungswünsche erfasst. Hausaufgaben-betreuung und Freizeitangebote für Schüler und Schülerinnen schließen eine weitere Betreuungslücke. Das "Soziale Dienstleistungszentrum" verfolgt zudem das Ziel, das Familienleben aller Generationen zu erleichtern. Die Wirtschaft leistet zu dem Zentrum einen Beitrag, so stellt z. B. eine Autofirma Fahrzeuge für den Fahrdienst zur Verfügung.

Seit dem 1. Januar 2005 ist das Gesetz zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren in Kraft. Bis zum Jahr 2010 werden die Angebote in Kindertageseinrichtungen oder von Tagesmüttern und -vätern um 230.000 Plätze erweitert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert mit der Kampagne "KINDER KRIEGEN mehr...!" unter www.deutschland-wird-familienfreundlich.de über den Ausbau der Kinderbetreuung.

Quelle:www.bmfsfj.de

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