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Das Handy in der Schultasche
 
Geschrieben von Lola am Samstag, 14. Mai 2005

Was man dringend mal lesen sollte Die Mobiltelefondichte bei Kindern und Jugendlichen wächst rasant. Doch die Erreichbarkeit hat ihren Preis.
Sie sind heute allgegenwärtig - die kleinen, piepsenden und blinkenden Dinger die je nach Situation als hilfreich, aber auch als störend empfunden werden. Während Mobiltelefone in den Anfangsjahren den Erwachsenen vorbehalten geblieben sind, findet man sie heute als alltägliches Accessoire der meisten Kinder. Die Hälfte der 6- bis 10jährigen besitzt bereits ein eigenes Mobiltelefon, bei den 11- bis 14jährigen sind es bereits über 90 %.

Wer keines hat ist out - aber ist der Gruppendruck wirklich der einzige Grund? Immerhin geben 67 % der 10 - 14 jährigen an, dass sie ihr Mobiltelefon haben um jederzeit für ihre Eltern erreichbar zu sein. Die Kommunikation mit Freunden steht erst an zweiter Stelle. 72 % der befragten Kinder haben ihr Handy immer mit, nur 4 % haben es selten dabei.

Doch wie tief muss man dafür in die Brieftasche greifen? Hier muss zwischen Anschaffungskosten und laufenden Kosten unterschieden werden. Wertkartenhandys sind in Deutschland ab 39,90 Euro (inkl. 10 Euro Gesprächsguthaben), in Österreich ab 29,- Euro (inkl. 5 Euro Gesprächsguthaben) erhältlich. Mit Vertragsanmeldung kann man oft auch ein kostenloses Gerät bekommen.

Die billigste Variante ist es sicher dem Kind ein gebrauchtes Wertkartenhandy in die Hand zu drücken. Dabei muss man aber bedenken dass es hier zu Anrufen und SMS-Eingängen kommen kann die dem Vorbesitzer gelten. Das kann sehr unangenehm werden, vor allem wenn das Kind SMS mit ungeeigneten Inhalten z. B. pornographischer Natur erhält.

Bei Grundschülern ist auf jeden Fall die Anschaffung eines Wertkartenhandys die erste Wahl, da sie meist von den Eltern angerufen werden. Bei Jugendlichen kann auch eine Vertragsanmeldung sinnvoll sein, sofern der Nachwuchs in der Lage ist verantwortungsvoll damit umzugehen. Dauertelefonate und das Herunterladen von Logos, Klingeltönen und Spielen können leicht zum Ausufern der Rechnung führen, für deren Bezahlung die Eltern durch ihre Unterschrift haftbar sind.
Hier ist noch immer Aufklärung nötig da viele Kinder nicht zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten unterscheiden können.

Bei Kindern werden die Wertkarten meist von den Eltern bezahlt. Deutsche Grundschulkinder vertelefonieren im Durchschnitt 5 Euro pro Monat, Ältere bereits 12 Euro. Bei angemeldeten Mobiltelefonen kommen Kinder auf eine durchschnittliche Monatsrechnung von 13,20 Euro, während es bei Jugendlichen 45,20 Euro sind.
Zwei Drittel der Jugendlichen teilen sich die Rechnung mit den Eltern, ein Viertel bezahlt diese selbst vom Taschengeld. Wenn klare Regeln über die Kostenaufteilung gelten die von beiden Seiten eingehalten werden kann das Mobiltelefon auch dazu beitragen den Umgang mit Geld zu erlernen.

Quellen: Heise.de, eltern.de, zentrum-rodaun.at
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