Lange Zeit haben die Schulen in Deutschland still und leise vor sich hin gearbeitet. Damit ist nun Schluss.Immer mehr Bundesländer planen, die Schulen regelmäßig einer Qualitätskontrolle zu unterziehen – zum Beispiel Sachen und Berlin. In Schleswig-Holstein hat man mit dem Schul-TÜV bereits im vergangenen Schuljahr begonnen.
Kontrollen alle drei Jahre
Nun hat Niedersachsen seinen Schul-TÜV zum Leben erweckt. Künftig bekommen sämtliche Schulen im Land etwa alle drei bis vier Jahre Besuch von einem Schulinspektor. Jedenfalls versprach dies Kultusminister Bernd Busemann (CDU) in Bad Iburg. Im Schloss der Stadt soll die niedersächsische Schulinspektion ihre Heimat finden. 120 Mitarbeiter – derzeit sind es immerhin schon 80 – sollen sich ab jetzt ausschließlich um die Qualitätssicherung der Bildung im Land kümmern.
Der Inspektor schaut den Lehrern im Unterricht auf die Finger und befragt Schüler, Eltern und Pädagogen, ob sie mit der Arbeit der Schule zufrieden sind. Dazu hat das Kultusministerium einen 16-seitigen Evaluierungsbogen erstellt, den die Prüfer abarbeiten: Es gibt Fragen zum Leistungsstand in Mathe und Deutsch, Fragen zum Sozialverhalten, der Arbeit der Schulleitung, der Sprachförderung, der Methodenkompetenzen und dem allgemeinen Schulklima.
Der Schul-TÜV vergibt vier Noten. Eine vier bedeutet "stark", drei steht für "eher stark als schwach". Zensur zwei heißt "eher schwach als stark" und Note eins ist schlicht "schwach".
dpa/n-tv
