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Neben Lampenölen auch Grillanzünder für Kinder gefährlich
 
Geschrieben von onedaydie am Sonntag, 24. April 2005

Nachrichten und Aktuelles

München (dpa/gms) - Neben Lampenölen sind auch flüssige Grillanzünder für Kinder eine große Gefahr. Bereits wenige Milliliter davon genügten, um ein Kind schwer zu schädigen oder gar ersticken zu lassen.


Davor warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit Sitz in München. Die flüssigen Grillanzünder sind ein Gemisch aus Petroleum und Paraffin und rufen Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Atemprobleme hervor, wenn sie versehentlich geschluckt werden.

Wenn ein Kind Lampenöl oder einen anderen flüssigen Brennstoff getrunken hat, darf nach Angaben der Fachzeitung «Ärztliche Praxis» keinesfalls ein Erbrechen ausgelöst werden, da das Gift dann schnell in die Lunge gelangen könne. Im Vergiftungsfall oder bei einem Verdacht sollte sofort ein Giftinformationszentrum kontaktiert oder mit dem Kind ein Krankenhaus aufgesucht werden, raten die Experten. 

Am Wochenende hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin nach dem Tod von zwei Kindern ein völliges Verkaufsverbot für Lampenöle gefordert. Seit 2000 dürfen europaweit bereits keine gefärbten und parfümierten Lampenöle mehr verkauft werden. Der BVKJ rät außerdem, ganz auf flüssige Grillanzünder zu verzichten. Sie ließen sich problemlos durch feste Anzünder ersetzen.



Bei allen Vergiftungen gilt:

Keine Panik - Ruhe bewahren

Giftnotruf, Hausarzt oder Notarzt anrufen


  1. Tee, Wasser oder Saft zu trinken geben. Keine Milch!
  2. Kein Erbrechen auslösen. Kein Salzwasser geben!
  3. Kontaktieren Sie Ihren regionalen Giftnotruf oder rufen Sie gegebenenfalls telefonische ärztliche Hilfe unter Tel. (030) 19240 (Tag u. Nacht verfügbar).

Stets den Grundsatz Sicherheit vor Geschwindigkeit einhalten!

 

Kinder dabei nicht aufregen,
nicht schimpfen oder
mit Gewalt zu etwas zwingen!

Was muss die Notrufzentrale wissen

Wem ist es passiert? Kind, Erwachsener, Tier?
Wie alt und wie schwer ist die Person?
Was wurde eingenommen? Medikament, Pflanze/Pflanzenteil, Haushaltsmittel (Produktname, Firma), Drogen, Sonstiges?
Wann ist es passiert?
Wieviel wurde aufgenommen?
Wie wurde es eingenommen? Getrunken/Gegessen, Hautkontakt, Eingeatmet?
Wie geht es der Person? Erbrechen, Müdigkeit, Schmerzen?
Was wurde bereits unternommen?
Wo ist es passiert?
Wer ruft an (Rückrufnummer bitte angeben)?

 

Bitte gehen Sie dann nach unseren Ratschlägen vor und suchen Sie gegebenenfalls die nächste Rettungsstelle, Arztpraxis oder das nächste Krankenhaus auf.

 

Nehmen Sie dorthin unbedingt Verpackungen oder Teile der Pflanze bzw. der verdächtigen Substanz mit.



Deutschsprachige Giftinformationszentralen

Berlin - Institut für Toxikologie - Klinische Toxikologie und Giftnotruf Berlin

Tel. +49 - 30 -19240, E-Mail: mail@giftnotruf.de

 

Berlin - Giftberatung Virchow-Klinikum

Tel. +49 - 30 - 450 553555, E-Mail: giftinfo@charite.de

 

Bonn - Informationszentrale gegen Vergiftungen

Tel. +49 - 228 - 19240, E-Mail: gizbn@ukb.uni-bonn.de

 

Erfurt - Gemeinsames Giftinformationszentrum Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Tel. +49 - 361 - 730 730, E-Mail: info@ggiz-erfurt.de

 

Freiburg - Vergiftungs-Informations-Zentrale

Tel. +49 - 761 - 19240, E-Mail: giftinfo@kikli.ukl.uni-freiburg.de

 

Göttingen - Giftinformationszentrum Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein (GIZ Nord)

Tel. +49 - 551 - 19240, E-Mail: giznord@giz-nord.de

 

Homburg/Saar - Informations- und Beratungszentrum für Vergiftungsfälle

Tel. +49 - 6841 - 19240, E-Mail: kigift@uniklinik-saarland.de

 

Mainz - Klinische Toxikologie und Beratungsstelle bei Vergiftungen der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen

Tel. +49 - 6131 - 19240, E-Mail: giftinfo@giftinfo.uni-mainz.de

 

München - Giftnotruf München

Tel. +49 - 89 - 19240, E-Mail: tox@lrz.tum.de

 

Nürnberg - Giftinformationszentrale

Tel. +49 - 911 - 398 2451, E-Mail: muehlberg@klinikum-nuernberg.de

 

Wien - Vergiftungsinformationszentrale

Tel. +43 - 1 - 406 4343, E-Mail: viz@meduniwien.ac.at

 

Zürich - Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum

Tel. +41 - 1 - 2 51 51 51 (Inland 145), E-Mail: info@toxi.ch


Quelle:gmx.de

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