Wenn der Partner plötzlich nicht mehr istPetra Jung aus Dautphetal traf es völlig unerwartet. Mit 35 Jahren und zwei Kindern wurde sie Witwe. Ihr Mann, Michael Jung, starb vor vier Jahren an Hirnblutung.
Er fiel im Badezimmer um, kam ins Krankenhaus, lag eine Nacht im Koma. Am nächsten Morgen war er tot. Dieser Schicksalsschlag hat das Leben von Petra Jung und ihren Kindern tief erschüttert. Nichts war mehr wie vorher.
Der Tod eines geliebten Menschen löst bei den Hinterbliebenen meist Hilflosigkeit aus. Und ein Schmerz, der fast nicht zu ertragen ist. Viele Menschen sind auf den Tod und dem, was er auslöst, nicht vorbereitet. Der Umgang mit dem Tod muss gelernt werden.
Helfen können Menschen, die vor der Trauer der Betroffenen keine Angst haben. Angehörige, Freunde oder Nachbarn, die dem Thema nicht aus dem Weg gehen. Für Kinder ist es wichtig, dass sie Gleichaltrige finden, denen sie ihre Ängste mitteilen können. Am besten ist es, wenn Menschen zusammen kommen, die das gleiche Trauma durchlebt haben. Wie zum Beispiel auf der Homepage „verwitwet.de“. Die war auch für Petra Jung ein Rettungsanker. Hier kann man sich mit anderen Betroffenen austauschen und bekommt Tipps und Hilfestellung für die verschiedenen Probleme, die in dieser Situation auftauchen. Für Probleme und Fragen, die schnell gelöst werden müssen, wurde extra ein Email-Notruf eingerichtet.
Kontaktadressen:
Verwitwet.de e.V.
Verein für verwitwete Mütter und Väter
Wüllnerstraße 116
50931 Köln
Regionalgruppen:
Anette Keller
Tel.: 06022 / 65 46 08
Hilfe für Betroffene:
Andrea Fröbrich
Tel.: 0179 / 910 67 66
Autorin: Martina Dernehl
Stand: 14.02.2005
Quelle: www.hr-online.de
