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Alleinerziehend.de Forum
13. Mai 2008, 00:19:59
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Hausaufgaben sind überflüssig
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Autor
Thema: Hausaufgaben sind überflüssig (Gelesen 1210 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Hausaufgaben sind überflüssig
Nicole
Globaler Moderator
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am:
01. Februar 2008, 18:16:15 »
Diese Erkenntnis stammt nicht von meinen zeugnisferiengenießenden Kids, sondern wurde in "zahlreichen Studien" erforscht und geistert mit Hinweis auf Forschungen der TU Dresden derzeit durch die Medien......
Ich muss gestehen ich selber könnte ganz gut ohne Hausaufgaben leben.....aber für die Vorstellung dass eine Nachbereitung der am Vormittag erlernten Dinge
überflüssig
genannt wird bzw. ist, bin ich wohl zu
altmodisch
.....
Oft zeigt sich erst am Nachmittag, dass das was beim Lehrer so einleuchtend aussah und anhand der vorgegebenen Beispiele nachgearbeitet wurde doch noch Lücken aufweist, die erst beim Alleingang ans Lichte kommen.
Wie seht ihr das?
lg
Nicole
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Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert. P.Coelho
Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen, was wir nicht sehen.
Alleinerziehend.de Forum
Hausaufgaben sind überflüssig
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am:
01. Februar 2008, 18:16:15 »
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
thommy
Globaler Moderator
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Beiträge: 444
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Antworten #1 am:
01. Februar 2008, 19:37:30 »
Na kommt drauf an, oder?
Wenn nach der Pisakrise die Ganztagsschulen als das ideale Modell gepriesen werden, dann bleibt für Hausaufgaben wohl keine Zeit, oder?
Ansonsten gilt immer noch das Lernmodell:
Neuer Stoff, nach 20 Min. wiederholen (in der Schule) und nochmals nach ein paar Stunden, dann sitzt es!
Ergo ... alles Quatsch!
greetz,
das Thommy
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
_Sandra_
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Antworten #2 am:
01. Februar 2008, 19:48:51 »
Hmm... ich bin da geteilter Meinung...
Irgendwie kommt es schon auf die Hausaufgabe drauf an, oder?
Denn zu Hause, wenn man den Stoff aus der Schule wiederholt kann man sich das ja von den Eltern auf anderem Wege noch mal erklären lassen.... z.B. bei Mathe hat ja jeder seinen eigenen Rechnenweg..
Eine "kleine" Wiederholung zu Hause kann nur zum Vorteil sein. Aber -viele- Hausaufgaben finde ich gar nicht gut.
LG Sandra
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
vero
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Antworten #3 am:
01. Februar 2008, 20:19:14 »
Hallo,
mit viel freude habe ich die genannten artikel in den medien verfolgt. ich bin absolut davon überzeugt, dass man keine hausaufgaben braucht oder zumindest in weit aus geringerem rahmen.
persönlich kann ich mich nicht daran erinnern jemals hausaufgaben gemacht zu haben. meine eltern hätten das auch nie kontrolliert. selbst vokabeln pauken konnte ich mir meist gut verkneifen. dafür hatte ich ein prima "nebenbeisystem". ich habe im unterricht immer sehr gut aufgepasst und mitgedacht, vokabeln konnte ich mir anhand der texte gut merken. für ein zweierabi mit den leistungskursen russisch und geschichte hat das gereicht. Ich habe statt meine nachmittage mit lernen oder hausaufgaben zu verbringen 101 wahlfächer gemacht, abgesehen von chor, musical, orchester und sogar bayrischer stubenmusi bis hin zu literatur, italienisch und steno. außerschulisch war ich jugendgruppenleiterin beim bund naturschutz (erstaunlich, wie viel energie ich damals noch hatte *seufz*).
ich glaube, dass meine lehrer auch aufgrund meines engagements nicht unbedingt so auf meine hausaufgaben geachtet haben.
anders verhält es sich mit einem instrument: mein klavierspiel wäre sicher für alle beteiligten angenehmer gewesen, wenn ich regelmäßg geübt hätte. denn das ist in der tat eine frage der routine, fingerfertigkeit und übung. das lernen als solches ist - zumindest meiner meinung nach - nicht das ergebnis von ständigem wiederholen, sondern von begreifen und verstehen. und das stellt sich nicht ein, wenn man hirnlos wiederholt, sondern wenn man sich mit etwas interessiert beschäftigt. das kann man nicht erzwingen und schon gar nicht, indem man kinder und jugendliche von ihrer selbstbestimmten freizeit abhält.
lg grüße vero
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
Canim
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Antworten #4 am:
02. Februar 2008, 20:50:34 »
Ich schließe mich Vero an, auch wenn mein Kind leider nicht so begabt ist, wie Vero es wohl war :-) Für mich ist diese Hausaufgabengeschichte als beruftätige Mutter im Schichtdienst eine absolute Belastung und ich denke auch wir sollen da als Eltern immer mehr die eigentliche Funktion der Lehrer übernehmen. Zumindest empfinde ich das an der Schule meines Sohnes so, die sogar eine Ganztagsschule ist (trotzdem gibts Hausaufgaben...). Und das stinkt mir ganz gewaltig, denn bei uns Zuhause ist der Stress permanent vorprogrammiert
Also meinetwegen kann das völlig abgeschafft werden, oder es sollte in den Schulen wirklich endlich eine gute Betreuungsmöglichkeit geben wo Hausaufgaben gemacht werden können. Bei uns ist diese "Hausaufgabenhilfe" allerdings eine reine Strafe, da müssen die Kids hin, wenn sie ihre Hausaufgaben vergessen haben... Somit geht da natürlich freiwillig auch kein Kind hin....
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
lulu0708
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Antworten #5 am:
02. Februar 2008, 21:07:11 »
Hy @ all,
also ich denke Hausaufgaben haben schon ihre Berechtigung. Es soll den Kindern doch zunächst auch eine gewisse Selbstverantwortung beibringen. Sich merken können, was man zu machen hat und erkennen, dass man auch ohne Anwesenheit des Lehrers die Aufgaben bewältigen kann und wie Sandra schon geschrieben hat, vielleicht andere Lösungswege zusammen mit den Eltern entdecken. Darüber hinaus sind Hausaufgaben finde ich sowas wie die "Fingerfertigkeit" des Gehirns. Wo ist der Unterschied zwischen dem ständigen Üben von Musikstücken oder Matheaufgaben?
Zitat von: Nicole am 01. Februar 2008, 18:16:15
Oft zeigt sich erst am Nachmittag, dass das was beim Lehrer so einleuchtend aussah und anhand der vorgegebenen Beispiele nachgearbeitet wurde doch noch Lücken aufweist, die erst beim Alleingang ans Lichte kommen.
Dem kann ich nur zustimmen! Wenn ich meinem Kind den Freiraum lassen würde, zwischen Hausaufgaben und Spielen wählen zu dürfen, könnt ihr dreimal raten, was er dann machen würde...
... nicht jedem Kind fliegt das Wissen nur so zu...
LG Lulu
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
delphin1
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Antworten #6 am:
03. Februar 2008, 15:30:34 »
Hallo Nicole,
ein interessantes Thema, aber gleich vorweg geschrieben:
Ich glaube aufgrund der Realitäten im Schulbereich sind Hausaufgaben dringend notwendig - leider!
Leider müssen die Lehrer/innen immer mehr "Erziehungsaufgaben" seitens der Schüler/innen bewältigen, so dass für die Lerninhalte weniger Zeit als früher bleibt.
Außerdem ist es inzwischen wohl erwiesen, dass das Lernen sehr unterschiedlich geschieht, je nachdem ob der Mensch eher visuell, akustisch usw. die Lerninhalte aufnehmen kann.
Da aber der/die Lehrer/in meist nur eine Methode vermittelt, kann es schnell passieren, dass - erst recht bei den hohen Klassenfrequenzen - Unklarheiten bestehen bleiben.
Da bleibt für mich nur die Konsequenz, dass ich mit meiner Tochter, wenn sie in dem Alter sein wird, die Hausaufgaben durchgehen werde - auch wenn es mir vermutlich nach der Arbeit nicht leicht fallen wird.
Noch einen Nachsatz zu den Ganztagsschulen:
Natürlich sollten dort die Hausaufgaben eigentlich wegfallen; da ich aber genügend "offizielle" Ganztagsschulen kenne, an denen keine Hausaufgabenhilfe oder Förderunterricht angeboten werden, muss ich auch da zu Hausaufgaben zuhause raten.
Leider wird es für uns Eltern aufgrund der Sparmaßnahmen, Überalterung des Kollegiums usw. nicht leichter, sondern eher schwerer.
Aber vielleicht könnte da ein Eltern-Netzwerk helfen, in dem - je nach Fähigkeiten - Eltern in einzelnen Fächern die entsprechende Hausaufgabenbetreuung in einer Gruppe gestalten könnten?
Egal welche Ursachen es gibt; der Staat kommt nach meinen Beobachtungen an fünf "Ganztagsoberschulen" in Berlin dem Bildungsauftrag nicht mehr genügend nach.
Also lasst uns das Beste daraus machen und nach Alternativen suchen!
LG delphin1
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Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun. (Voltaire)
Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche! (Che Guevara)
Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa. (Harold Macmillan)
Re: Hausaufgaben sind überflüssig
vero
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Antworten #7 am:
03. Februar 2008, 18:06:09 »
Hallo,
eben weil jeder Mensch unterschiedlich lernt und auffasst, sind Hausaufgaben, die stereotyp an 30 Kinder einer Schulklasse vergeben werden, völlig überflüssig. Noch dazu da es ja anscheinend eher eine Hausaufgabe für die Eltern ist, nicht für die Kinder. Es sollte doch darum gehen, dass ein Kind Inhalte und Techniken erlernt und anwenden kann. Ob dem so ist oder nicht, wird mittels der Prüfungen festgestellt. Wie das Kind dies schafft, das steht nicht zur Debatte. Während das Kind damit beschäftigt ist die Aufgaben 1.-5 im Buch zu lösen hat es nun mal meine Zeit seine eigenen Strategien und Ideen zu entwickeln. Es kann sich auch nicht darauf konzentrieren noch mal durchzugehen, was im Unterricht nicht verstanden wurde.
Ich habe ehrlich gesagt nicht vor mit meinem Kind Hausaufgaben zu machen. Ich habe mein Abi nämlich schon hinter mir. In den Medien hören wir, dass die deutschen Schulen miserabel, die Kinder dämlich und meist sowieso des deutschen nicht mächtig sind. In dieser Umgebung bilde ich mir mal ein, dass meine kleine Prinzessin hell genug ist diesen Deppenschuppen alleine zu meistern.
Lg Vero
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
Maja
Krawallschnecke
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Antworten #8 am:
03. Februar 2008, 21:35:22 »
Mein Sohn besucht derzeit die 3. Grundschulklasse. Er ist ein "guter" Schüler (gut = 2). Unterricht hat er täglich 5 Schulstunden, ist also immer kurz nach 12 Uhr zuhause, einmal die Woche auch nachmittags 2 Stunden.
Hausaufgaben hat er aber immer jede Menge
. Manchmal soviel, dass es draussen schon dunkel wird, wenn er denn mal zum spielen käme
. Dies wundert mich schon sehr, nachdem ich vor nicht allzu langer Zeit mal gelesen habe, dass sich die Kultusminister angeblich auf maximal 1 Stunde Hausaufgaben für Dritt- und Viertklässler geeinigt hätten. Möchte das aber ohnehin beim Elternsprechtag nach den Ferien mal ansprechen.
Grundsätzlich finde ich ein wenig Hausaufgaben schon in Ordnung, eben um das durchgenommene nochmal zu üben und zu vertiefen. Fraglich bleibt natürlich, ob sie das was sie in der Schule nicht verstehen, dann zuhause reinkriegen. Ich hab unterschiedliche Erfahrungen. Nur noch üben und das bereits in der Grundschule kann aber nicht so besonders viel bringen, meiner Meinung nach.
Dennoch, ganz so schnell fertig wie Vero das mit ihrer These ist, kann ich da nicht sein
. Erstens schlagen sich nicht gemachte Hausaufgaben in den Zensuren nieder. Zweitens "Prüfungen" als solche gibt es in der Grundschule ja noch nicht. Und wenn z.B. das 1 x 1 nicht einigermaßen sitzt, sprich auch nicht geübt wurde, dann wird sich ein Kind schwer tun eine normale Mathe-Arbeit in der zur Verfügung stehenden Zeit fertigzukriegen. Natürlich kommt ein Kind mit verinnerlichten Inhalten und Techniken irgendwann auf die Lösung, aber wenn das erst in der darauffolgenden Deutschstunde der Fall ist, hilft das nicht so besonders viel
.
Nun halte ich meinen Sohn eigentlich für ein cleveres Kerlchen, wenn auch nicht gerade für einen "geistigen Überflieger". Mag sein, dass seine wirklichen Sternstunden noch irgendwann kommen, kann aber auch sein das nicht. Auf jeden Fall hat es ein Kind in unserem Land (vielleicht auch in anderen) sehr schwer irgendwann noch den Anschluss zu kriegen, wenn es bereits in der Grundschule deutlich zurückfällt. Und dies wäre mit Sicherheit bei vielen der Fall, wenn man sie und ihr Lernverhalten ab der 1. Klasse sich selbst überlassen würde.
Nicht umsonst hören wir "in den Medien" auch, dass in keinem europäischen Land, der Bildungs- und Lernerfolg so abhängig vom Elternhaus und der sozialen Herkunft ist, wie bei uns. Leider!!!
Im Übrigen bezieht sich mein Beitrag auf die Grundschule, die weiterführenden stehen auf einem anderen Blatt. Bei täglich 8 - 9 Stunden Unterricht, sehe ich auch kein Sinn in Hausaufgaben. In wessen Kopf soll da noch mehr reingehen?
LG Maja
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Re: Hausaufgaben sind überflüssig
Sternwanderin
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Antworten #9 am:
04. Februar 2008, 00:46:57 »
Hallo Ihr,
ich finde, es ist ein schwieriges Thema. Mein Sohn geht in die 3. Grundschulklasse und hat jeden Tag bis 13 Uhr Schule. Gegen 14.30 h beginnt er mit den Hausaufgaben - und je nachdem, wieviel und wie schwer sie sind, ist er manchmal tatsächlich erst 16.30 h fertig. Für Verabredungen zu spät, und ich frage mich dann tatsächlich, ob ihm das wirklich was gebracht hat.
Manchmal macht er auch einfach nur "huschihuschi", weil er irgendwo stupide Wörter einsetzt, die er aus einem Buch abschreibt. Dabei unterlaufen ihm allerdings schon viele Fehler, weshalb ich eigentlich immer dabei sein muss, denn sonst schreibt er einfach, wie er will. Was dann wiederum zum Streit zwischen uns führt, weil ich darauf bestehe, dass er wenigstens versucht, richtig abzuschreiben.
Ich frage mich eigentlich jeden Tag, wie ich dem entgehen kann, aber wenn er im Deutschen keine Hausaufgaben machen würde, dann würde er in Rechtschreibung noch schlechter sein. Wir hatten sogar den Verdacht, dass er Legastheniker ist, was er aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ist. Aber er "vergisst" einfach Unterrichtsstoff, der für IHN nicht wichtig ist. Leider kann er da noch keine Prioritäten setzen, so dass er leider oft auch wichtige Dinge vergisst - z.B. Rechtschreibregeln.
Wenn er länger nicht das 1x1 brauchte, vergisst er es einfach.
Wenn ich also mit ihm nicht jeden Tag ein bisschen üben würde, dann hätte er bald ein ziemlich schlechtes Zeugnis. Dabei ist er wirklich sehr schlau, vielleicht ist auch gerade das sein Problem - er wird demnächst deswegen getestet. Aber wenn ich alles üben würde, was er üben müsste, zusätzlich zu den Hausaufgaben, dann hätte er gar keine Zeit mehr für irgendwas.
Würde er gar nichts üben und auch keine Hausaufgaben machen, wäre er jetzt wohl wieder in der 2. Klasse...
Ich finde einige Hausaufgaben schon manchmal überflüssig, vor allem, wenn ich die Rolle des Lehrers übernehmen muss, was eigentlich nicht mein Job ist. Schließlich schreib ich der Lehrerin ja auch keinen Brief, dass sie zu uns nach Hause kommen soll, um mit meinem Sohn die Wäsche zu sortieren oder sein Zimmer aufzuräumen
Aber die Qualität der Hausaufgaben finde ich eben schon überprüfenswert. Ich würde es gut finden, wenn sie - auch schon in der Grundschule - einfach mehr selbständig erarbeiten und nicht immer nur diese vorgefertigten Arbeitsblätter ausfüllen müssten (oder diese schicken Vordrucke, die nur noch ausgemalt werden, damit auch ja nicht viel Platz für Individualität bleibt und alles hübsch gleich aussieht - Verzeihung, bis auf die Farbwahl natürlich
). Ich kenne Grundschulen, an denen dies immer öfter gemacht wird. Die meines Sohnes gehört leider nur bedingt dazu - und wenn, dann ist es "freiwillig"!
Das Ende vom Lied dieser Aussage ist, dass mein Sohn dann z.B. die Schultern zuckt und sagt: das muss ich nicht machen, das ist ja freiwillig....
Andere können gerade so vielleicht am besten arbeiten....
Es jedem Recht zu machen, wird schwierig, aber ich finde sowieso, dass unser Schulsystem einer generellen Überholung bedarf. Und Hausaufgaben sind davon - glaube ich - noch das kleinste Übel...
Liebe Grüße
Sternwanderin
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Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.
Mark Twain (1835-1910)
Wende dein Gesicht der Sonne zu, und du läßt die Schatten hinter dir.
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