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Autor Thema: seit fast einem jahr witwer  (Gelesen 11507 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
daniel_luca
Gast
« am: 26. Oktober 2007, 18:16:21 »

hallo zusammen, ich bin jetzt seit fast einem jahr witwer und mit meinem kleinen sohn alleine. die erste zeit war sehr hart und dann habe ich eigentlich gedacht, dass leben hat uns wieder und es läuft alles wieder in einigermaßen "normalen" bahnen...aber pustekuchen! die trauer hat mich zurück und das härter denn je! irgendwie kann ich nicht wirklich damit umgehen...aber nunja. ich wünsche allen den es so geht wir mir/uns alles gute. wir müssen das schaffen :-)
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afrodite22de
Gast
« Antworten #1 am: 26. Oktober 2007, 18:25:43 »



Hallo daniel_luca...

Das tut mir leid zu hören/lesen....weiss auch gar net so recht was ich schreiben soll....

Ich schick dir einfach mal ne Portion Kraft rüber.....


LG Nadine
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Nachtelf
Gast
« Antworten #2 am: 27. Oktober 2007, 00:18:43 »

Ich denke auch das es für "Standart" AE's schwer bis unmöglich ist sich in AE's mit "Himmelspartnern" hineinzuversetzen oder etwas zu der Situation in der du dich momentan befindest.
Was ich aber sagen kann ist das ich mich früher auch manchmal sehr alleine gefühlt habe und auch manches mal der Gedanke dabei war etwas nicht zu schaffen.
Man kommt sich alleingelassen vor. Was mir in so mancher Nacht geholfen hat war das ich die richtigen Leute zur richtigen Zeit kennen gelernt habe. Da ich wenig Möglichkeiten hatte nach aussen zu gehen mit den Kindern (finanziell, zeitlich) waren ganz wichtige Menschen für mich hier im AE. Fast zu jeder Tages und Nachtzeit fand man hier jemanden mit dem man über vieles schreiben konnte. Es kristallisierten sich wichtige Schreibpartner dabei heraus. Man hatte zu bestimmten Zeiten die gleichen Leute und mir hat das sehr geholfen. Hier auch nochmals ein dickes Danke schön an die Leutz die mich in so mancher Nacht begleitet haben.

Schau ob du hier die richtigen Leute für deine Gedanken, Sorgen und Nöte findest. Man muss nicht über alles schreiben. Oft haben wir im Chat einfach nur Blödsinn geschrieben und uns gegenseitig zum Lachen gebracht. Diese Momente der "Sorglosigkeit" helfen einem auch über einiges. Teilweise sind es auch die Probleme der anderen die einem zeigen das man nicht alleine da steht mit Problemen. Man vergisst das viel zu oft.

Hoffe das gerade jetzt wo die Tage wieder kürzer werden du immer die richtigen Leute zur richtigen Zeit findest. Wenn nicht da "draussen" vielleicht hier drin.

Gruß

Nachtelf
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daniel_luca
Gast
« Antworten #3 am: 27. Oktober 2007, 12:47:51 »

hallo nachthelf, vielen dank für deine lieben worte. ich muss einfach mal schauen, wo und ob ich jemanden zum reden finde. wünsche dir einen schönes wochenende.
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vero
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Beiträge: 517


« Antworten #4 am: 27. Oktober 2007, 12:57:54 »

Lieber daniel luka,

die Trauer um einen verlorenen Menschen hört glaube ich nie auf. Auch wenn es heißt, dass "die Zeit alle Wunden heilt", glaube ich, dass man über den Tot nicht wirklich hinwegkommen kann und es immer wieder Phasen gibt, in denen es einfach nur schlimm ist. Oft räumt einem die Gesellschaft oder das Umfeld nicht das Recht auf Trauer ein, weil man ja irgendwann "drüber weg" sein muss.

Ich hingegen finde es normal, wenn auch nach einem Jahr, zehn Jahren oder wann auch immer der Verlust und der Schmerz wieder da ist, wie am ersten Tag. Ich bin  mir sicher, dass euer Leben auch wieder in die "normalen Bahnen" gehen wird, im Sinne, dass dein Alltag wieder erträglich ist und alles nicht mehr ganz so finster erscheint. Die Phasen der Trauer gehen ja meist wieder vorüber, ich wünsche euch bald.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

lg Vero
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daniel_luca
Gast
« Antworten #5 am: 27. Oktober 2007, 14:27:53 »

Liebe Vero, die Zeit in der es anscheinend wieder "normal" läuft war eigentlich schon, aber da hat der Körper glaube ich einfach nur funktioniert und jetzt ist das grosse Loch wieder da und ich komm einfach nicht mehr da raus. Aber es muß ja irgendwie weiter gehen und mein kleiner sohn braucht mich ja auch. Danke für Deine Worte.
Daniel
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Sky
Gast
« Antworten #6 am: 27. Oktober 2007, 15:05:38 »

Hallo Daniel Luca,
mein Mann starb vor inzwischen drei Jahren.Es gibt immer wieder Phasen bei mir, wo die Trauer heftiger oder schwächer ist.Wichtig für mich ist das ich meine Trauer so wie sie sich zeigt leben darf und keiner mir "vorschreibt"wann "das"nun endlich vorbei sein muss.

Geholfen hat mir auch ein Zusammenschluss von Leuten die ähnliches durchgemacht haben.
Möglicherweise kannst Du bei dem Sozialdienst Eurer Klinik Adressen solcher Selbsthilfegruppen bekommen.
Hast Du eine Möglichkeit irgendein Hobby /Interesse zu pflegen nur für Dich ?Einen Babysitter für den Sohnemann?

Gruß Sky
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Claudia1976
Gast
« Antworten #7 am: 28. Oktober 2007, 19:42:21 »

Lieber Daniel, mir fehlen die Worte, es tut mir unendlich leid! Ich habe sowas schon oft erlebt als Arzthelferin, grad, daß der Mann oder die Frau jung sterben und eine kleine Familie hinterlassen... ich kann nur versuchen dir Mut zu machen, auch wenn du es jetzt nicht hören willst, aber fast all die hinterlassenen Personen haben es wieder geschafft glücklich zu werden... ich hab niemand durch den Tod verloren (sondern nur durch Trennung) und trauere trotzdem noch seit Jahren um diese verlorene Person...
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Wusselsuse
Gast
« Antworten #8 am: 30. Oktober 2007, 20:44:11 »


die liebe Trauer!!!!!

wer glaubt über den Berg zu sein,ist garnicht los maschiert.
Ich bin auch seit 2003 verwitwet und kann da auch mitreden,genau.
Über den Berg,wie hier schon geschrieben,ist man wirklich nie.
Wird immer Zeiten geben wo man das Gefühl hat als wäre es gestern gewesen.
Aber......jetzt kommt es,irgendwann hat man doch so viele schöne Erinnerungen im Kopf und die geben einen doch viel Kraft und Stärke.
Heute,bin ich zumindestens soweit das ich auch ein bißchen Stolz bin,es bis jetzt allein geschafft zu haben.
Wie heißt es noch?Wer nicht trauert hat nie geliebt!Heute verstehe ich diesen Spruch.
Tja,und denkt immer daran,dass es Menschen gibt die nie Lieben durften/konnten!
Das ist doch noch viel schlimmer.
Also Kopf hoch!!!Alles brauch seine Zeit!!!

lg Caro
 
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daniel_luca
Gast
« Antworten #9 am: 02. November 2007, 14:09:39 »

Danke für Eure lieben Worte, es ist schön mal was von "Fremden" zu diesem Thema zu hören.
Das Leben ist schon irgendwie ungerecht, am Schlimsten ist es, dass mein Sohn seine Mama quasi nie richtig
kennen gelernt hat und er seine Erinnerungen nur durch Erzählungen hat.
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