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Alleinerziehend.de Forum 23. November 2008, 15:45:42 *
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Autor Thema: weltfrauentag  (Gelesen 1675 mal)
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« Antworten #10 am: 10. März 2007, 09:18:31 »

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Alleinerziehend.de Forum
« Antworten #10 am: 10. März 2007, 09:18:31 »

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Hanna
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« Antworten #11 am: 10. März 2007, 18:00:30 »

Mit meiner Vorstellung, dass die Hälfte aller wichtigen Positionen weiblich besetzt sein sollte, meinte ich nicht unbedingt eine Quote auf alles und jedes, sondern ich wünsche mir ein Klima, in dem es sich irgendwann auf etwa die Hälfte einschaukeln könnte. Eine festgelegte Quote mag Sinn machen und Bewusstsein schärfen, ist aber trotzdem künstlich.

Den Unterschied zwischen den Geschlechtern wieder mehr zu betonen und die biologische Grundlage, die Gähne und bla bla, auch das ist zurzeit Trend. Auf alle Trends folgen Gegentrends. Ob genetisch oder nicht - weder Frau noch Mann sollten über Gebühr bevorteilt werden. Wenn Frauen irgendwo im Vorteil sind, dann oft nur, um auszugleichen, dass sie anderswo im Nachteil sind. Die Qualität der Arbeitskraft ist es übrigens nur zum Teil, die zu Beförderungen führt. Die größte Rolle spielen psychologische Gründe. Aber dazu hat Celtic ja auch schon was geschrieben.

Gäbe es Quoten in der Politik oder anderswo, hieße das ja nicht, dass die völlig ungeeignetsten Frauen die Hälfte der Stellen/Plätze bekämen - es wären trotzdem die besten der Frauen. Und gäbe es die Pflicht, alles 50-50 zu besetzen, dann wären das Bewusstsein und die Ausbildung ebenfalls anders. Und es gäbe auch ganz schnell mehr Betreuungsmöglichkeiten, wenn quasi zwangsweise 50% aller Positionen von Frauen zu besetzen wären. Und mehr Männer würden sich um Kinder kümmern. Es wäre alles Mögliche anders, und am Ende auch die Verteilung des Geldes.

Alles Gedankenspiele. Wie wäre es z.B., wenn alle, die Kinder erziehen, in dieser Zeit ein Nettogehalt von monatlich 3.000 Euro bekämen? Eben, weil sie die Kinder betreuen? Denn etwas Anstrengenderes und Verantwortungsvolleres als Kindererziehung gibt es ja wohl kaum, oder? Wie sähe es dann wohl aus? Es würde immens viel Kinder geben, alle würden sich um die Kinderbetreuung reißen ...
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aniella44
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« Antworten #12 am: 11. März 2007, 01:26:42 »

nike771 und hallo an alle:
"und dass frauen oftmals die schlechter bezahlten jobs haben, liegt doch auch nur an ihnen. sie legen (teilweise) weniger wert auf eine gute ausbildung, im hinterkopf ist noch bei viel zu vielen "wenn ich erstmal kinder habe, dann kann ich eh nicht arbeiten". frauen sind nunmal leichter bereit zugunsten der familie und der kinder karrieretechnisch und beruflich zurückzustecken. ist wohl gentechnisch bedingt."


bei der gleichberechtigung bezüglich der bezahlung geht es um gleiche jobs. wenn ein mann und eine frau exakt die gleiche arbeit verrichten, bekommt die frau prozentual immer noch wesentlich weniger als die frau. (industrie, dienstleistungsgewerbe, informationstechnologie).
nur beim staat und im öffentlichen dienst ist das anders. ich würde mich bedanken, wenn meine männlichen kollegen mehr verdienen würden als ich.
als beamtin oder angestellte im öffentlichen dienst ist jedes gehalt einsehbar, anders in der industrie. nicht umsonst müssen arbeitnehmer sich vertraglich verpflichten, stillschweigen über die höhe ihres gehaltes zu halten. es ist auch belegt, dass akademische berufsanfängerinnen ein wesentlich niedrigeres einstiegsgehalt als die männlichen kollegen haben bei absolut gleicher oder sogar noch besserer qualifikation. nicht umsonst haben nur 40 % aller akademikerinnen kinder!!
sicher mag es noch einen anteil an frauen geben, die sich nicht bewusst sind, was eine gute ausbildung bedeutet. aber oft haben diese frauen auch in ihrer jugend nicht die unterstützung und das vorbild in ihrer familie.

im übrigen: frauenquote hat durchaus seine berechtigung. sagt sie doch lediglich aus, dass bei zwei bewerbern, mit gleicher qualifikation und gleicher eignung, die frau vorgezogen wird. man kriegt den job also absolut nicht aufgrund seiner geschlechtszugehörigkeit, sondern einzig und allein aufgrund der nachgewiesenen qualifikationen. und der einzige grund, warum wir diese frauenquote gebraucht haben, war, dass frauen früher selbst bei BESSERER qualifikation und eignung regelmäßig gegenüber den männern den kürzeren gezogen haben. die frauenquote ist / war ein gutes instrument, um in vielen köpfen was zu bewegen.
wie lange ist es her, dass männer geblökt haben, dass angela merkel nicht das zeug zur kanzlerin habe? wenn man die internationale presse  diesbezüglich heute verfolgt, kann frau darüber heute nur süffisant schmunzeln.....

vieles, was für frauen um die 30 heute absolut selbstverständlich ist, hat die generation davor noch erkämpfen müssen oder diesbezüglich schon erfahrungen gemacht. ich hab jahrelang als briefzustellerin in den semesterferien gearbeitet. ich glaub ich hätt die krise bekommen, wenn die männlichen aushilfskräfte mehr bekommen hätten. in der fabrik war das normal. da gab es dann halt jobs, an die die frauen gar nicht erst ran gekommen sind, obwohl sie nicht körperlich anstrengender waren. ich kann mich noch erinnern, dass wir frauen keine schicht/nachtarbeit machen durften (schutz der frau, sehr gute zuschläge für die männer damals). was ein witz ist, denn im krankenhaus oder in der briefsortierung haben nachts fast ausschließlich frauen gearbeitet. seltsam dann die argumentation,oder?

ich hoffe, unsere töchter ruhen sich nicht nur auf den veränderungen aus!
lg angela
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« Antworten #13 am: 11. März 2007, 10:53:42 »

Liebe Angela,
danke für deinen post, das hast du sehr gut dargestellt. in der tat ist die frauenquote leider ein notwendiges übel, bis sich in der gesellschaft verankert hat, dass testosteron keine arbeitsqualifikation ist. 

wenn wir eine blick auf andere ländern werfen, sehen wir ja auch, dass dort frauen weit weniger probleme haben, arbeit, auch in hoch qualifizierten berufen, zu bekommen. in der türkei sind frauen in führungspositionen oder leitenden funktionen alles andere als eine seltenheit. leider muss ich dazu sagen, dass die gleichberechtigte bezahlung nicht durchgesetzt ist.

wenn man sich die länder betrachtet, in denen frauen beruflich gute chancen haben, so sind das immer die länder, die flächengreifend kinderbetreuung auch der kleinsten anbieten. ich selber komme noch immer nicht aus dem staunen, dass in der türkei die tatsache, dass ich ein kleinkind oder baby habe, keinerlei rolle bei der vergabe von jobs spielt. und dabei geht es nicht nur um  freiberufliche tätigkeit. da die betreuung meist von kinderfrauen oder familienangehörigen durchgeführt wird, gehen die frauen auch in die arbeit, wenn das kind krank ist. die firma meines lebensgefährten richtet gerade einen kindertagesstätte für mitarbeiter ein. man sieht auch oft, dass angestellte ihre kinder kurzerhand mit in den betrieb nehmen, beispielsweise bei überstunden am abend oder am wochenende. bereits anfang der 90er jahre hatte die türkei ein weibliches staatsoberhaupt.

ich glaube, dass gleichberechtigung auch von den frauen häufig falsch verstanden oder interprätiert wird. dabei liegt es an jedem einzelnen (und dabei sind auch die männer eingeschlossen) sich gedanken zu machen, wie wir die gesellschaft aufbauen können, damit jedes mitglied den größtmöglichen nutzen und die größtmögliche freiheit erlangt.
lg vero
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« Antworten #14 am: 11. März 2007, 12:13:37 »

He nike,

wo finde ich denn bitte diese "Traumnachbarschaft".
Sag schnell, bevor Ihr Frauen den Männern auch diesen Vorteil "geraubt" habt ;-)

Im übrigen vergißt Du die massiven Nachteile, die Männer haben, überhaupt die Kinder zugesprochen zu bekommen, sowie die Erpressbarkeit, wenn sie Interesse an Ihren Kindern zeigen.

Aber bevor hier ein Geschlechterkampf ausbricht:
Ich plädiere für einen Welt-Gewissenstag, für Väter und Mütter!

Wie sagte eine Freundin:
Sein/Ihr Gewissen war rein. Er/Sie hatte es nie benutzt. Traurig

Wünsch Euch einen herrlichen Sonntag Euren den Kindern. Hier scheint die Sonne und wir ziehen gleich los.
Thommy
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« Antworten #15 am: 11. März 2007, 14:15:30 »

@vero:
hihihi - testosteron als arbeitsqualifikation...
das hab ich auch noch nie gehört!

amüsierte grüße
angela
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« Antworten #16 am: 11. März 2007, 17:37:11 »

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« Antworten #17 am: 11. März 2007, 20:35:03 »

@thommy,
ich wollte die rechte der männer ja nicht in frage stellen oder gar einschränken. noch dazu bezog ich mich in dem post ja vor allem auf die situation der frau am arbeitsmarkt und warum positive diskriminierung (=frauenqute) sinn macht, auch wenn es auf den ersten blick einen schalen beigeschmack trägt.
in deinem sinne möchte ich an den welttag der menschenrechte (10. Dezember), den internationalen tag der familie (15. mai, eine familie besteht ja aus vätern und müttern, auch wenn diese getrennt leben und kindern) sowie womöglich auch den tag der geistigen gesundheit (10. oktober) erinnern.
ansonsten kann ich dir nur raten, lass dich schnell in die türkei versetzen: noch herrschen hier paradiesische zustände für männer. damit isses bald aber vorbei... (ich leiste ja meinen kleinen, aber feinen beitrag dazu...)
lg vero
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« Antworten #18 am: 11. März 2007, 22:09:56 »

@vero

Die Frauenquote sehen ja nicht nur Männer sondern auch Frauen recht geteilt.
Aber eine "Posse" aus meiner Erfahrung:
Am Institut für Biochemie hatten wir damals eine Stelle ausgeschrieben, die auch mit Lehre verbunden war.
Bei den Vorstellungsgesprächen war natürlich auch die Frauenbeauftragte anwesend. Nach den Gesprächen fragte Sie, warum denn keine Frau eingeladen war (sie ahtte alle Unterlagen vom Personalbüro bekommen). Die Antwort war: Es hatte sich keine beworben!
Da war sie der Meinung, dann müsse man die Stelle nochmal ausschreiben.
Wer hätte dann in dem folgenden Semester die Lehre machen sollen?
So bekommt man keine Anhäger für die Frauenquote.

Außerdem pflegte die "Dame" immer mit ihrer Vertretung gemeinsam in den Urlaub zu fahren, wodurch Stellenbesetzungen weiter 3-4 Wochen verzögert wurden.

Ich denke, es war eine gute Idee, um den Stein ins Rollen zu bekommen. Die überzogenen Possen zeigen aber, daß es Zeit ist, die Quote wieder abzuschaffen - zumindest testhalber.

Liebe Grüße,
Thommy
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« Antworten #19 am: 12. März 2007, 00:29:40 »

gleichberechtigung werden wir erst dann wirklich erreicht haben, wenn frauen genauso viel mist bauen dürfen wie männer und ungestraft davon kommen.

davon sind wir noch meilenweit entfernt.

und fraglich ist natürlich auch, ob das erstrebenswert ist. tatsache ist jedoch, dass wahrscheinlich alle frauen in führungspositionen erheblich mehr leisten müssen als männer, um erstens überhaupt dorthin zu kommen und zweitens sich dort behaupten zu können.

freundliche grüße
angela
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