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Die Erziehungskatastrophe. Kinder brauchen starke Eltern


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Alleinerziehend.de Forum 23. November 2008, 16:16:35 *
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Autor Thema: Damals und Heute  (Gelesen 558 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Funnybunny
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« am: 07. Februar 2007, 18:56:12 »

huhu,

ausm www...

Szenario:
Robert hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule gebracht.

1973 -
Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den
anderen Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen

2006 -
Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen der
Polizei rücken an. Robert wird mit mehreren Betäubungsschüssen gelähmt
und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Der Schulpsychologe
kommt und betreut die traumatisierten Mitschüler und Lehrer.


Szenario:
Robert und Markus raufen sich nach der Schule.

1973 -
Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an.
Markus gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.

2006 -
Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen schwerer
Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und landen
ohne Ausbildung auf der Strasse.


Szenario:
Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht

1973 -
Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal
eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig
und stört den Unterricht nicht mehr.

2006 -
Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die
Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.


Szenario:
Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von
seinem Vater eine Ohrfeige.

1973 -
Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales
Leben.

2006 -
Roberts Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt. Robert wird
der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt.
Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie
auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die
Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.


Szenario:
Robert hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.

1973 -
Robert gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, im
Rauchereck.

2006 -
Die Drogenfahndung taucht auf. Robert wird wegen Drogenbesitz von der
Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer zuhause
werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.


Szenario:
Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.

1973:
Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien
und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.

2006:
Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die
liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist
nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der
deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule
lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen
Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft er nicht und
landet am Fließband bei VW weil er immer noch kein Deutsch kann.


Szenario:
Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen
Ameisenhaufen.

1973:
Einige Ameisen sterben

2006 -
Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden
gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische
Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und
Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs
im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht.
Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem
Leben fliegen.


Szenario:
Robert fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie. Der Lehrer
läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen. Dann geht er
mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster und bleibt noch kurz
bei ihm sitzen.

1973 -
Nach kurzer Zeit geht es Robert wieder besser und er geht zurück in
die Pause.

2006 -
Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen
sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein Strafverfahren in dem
er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.
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<< Woher soll man wissen wohin man geht, wenn man nicht weiß woher man kommt!>>
(Chinesisches Sprichwort)

...der Weg ist das Ziel...
Alleinerziehend.de Forum
« am: 07. Februar 2007, 18:56:12 »

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Kilashandra
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« Antworten #1 am: 07. Februar 2007, 20:27:36 »

Hallo @ all,

man merke, nicht alles was alt ist ist schlecht...grins..

zumindest haben wir es geschafft, ohne Ritalin, Psychologen und Taxi Mama groß zu werden... genau pro

lg



Anja
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Homo homini lupus est
Lola
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« Antworten #2 am: 07. Februar 2007, 21:40:43 »

@ Funnybunny

genau

Liebe Grüße,

Lola (die sich schon darauf freut, ihrem Sohn den ersten Taschenveitel zu kaufen)
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Du bautest eine exakte Welt...

... ich aber bin ein völliges Chaos!
EX-User
Gast
« Antworten #3 am: 08. Februar 2007, 08:12:08 »

Beitrag wurde von der Forumsleitung entfernt
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delphin1
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« Antworten #4 am: 08. Februar 2007, 14:18:19 »

Hi Funnybunny,
danke für deine Fundsache! Ich möchte gerne eine weitere beisteuern.

Seit 12 Jahren als Sozialpädagoge (also für alle Probleme zuständig) an inzwischen der 5. Oberschule arbeitend konnte ich trotzdem drüber lachen, auch wenn intern kein Licht am Horizont zu sehen ist.
Auf einer GEW-Veranstaltung habe ich ein anonymes Flugblatt mit folgendem Inhalt gefunden:

Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

Was machen wir?

Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir wechselnd die Reiter.
Wir sagen: So haben wir das Pferd immer geritten.
Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
Wir suchen andere Orte auf, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um noch besser reiten zu lernen.
Wir stellen Vergleiche verschiedener toter Pferde an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, wann ein Pferd tot ist.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen, damit sie schneller laufen.
Wir erklären: Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht doch reiten könnte.
Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des toten Pferdes zu erhöhen.

Jegliche Ähnlichkeiten mit dem Handeln von Bildungspolitikern oder -verwaltern oder der Bildungspolitik an sich sind nicht beabsichtigt und wären rein zufällig.  Zwinkernd

delphin1  boldblue
« Letzte Änderung: 08. Februar 2007, 14:22:14 von delphin1 » Gespeichert

Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun. (Voltaire)
Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche! (Che Guevara)
Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa. (Harold Macmillan)
lulu0708
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« Antworten #5 am: 08. Februar 2007, 14:57:53 »

Herrliches Ding Funnybunny....  rotfl

@ delphin
Zitat
auch wenn intern kein Licht am Horizont zu sehen ist
... ohhhh.... mach uns bloss Mut für die Zukunft unserer Kinder....  image060

LG Lulu
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Suche das Glück nicht - es wird Dich finden!!
EX-User
Gast
« Antworten #6 am: 08. Februar 2007, 18:03:04 »

jaja

wie haben wir es nur geschafft groß zu werden?? ae_partydudel

Genauso wahr wie die Kettenmail über die glückliche Kindheit, die vor einiger Zeit rumging.
Wer die nicht kennt, kann sichgerne melden die hab ich mir aufgehoben *grins*

Grüße
Anja
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Nicole
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« Antworten #7 am: 21. Februar 2007, 08:07:00 »

Heute kam im Email-Verteiler noch eine kleine Ergänzung zu "Damals und Heute" ......  Grinsend

ELTERNSPRECHTAG

1973 Alle Schüler zittern, denn heute werden die Lehrer alle ihre Sünden
offenbaren. Zartbesaitete Mütter haben ihren Ehemann mitgebracht. Die Kinder
bleiben zuhause und erwarten das Donnerwetter.

2006 Alle Lehrer zittern, denn heute werden die Eltern mit ihnen abrechnen.
Zartbesaitete Lehrer haben ihren Anwalt mitgebracht. Die Analytiker halten
sich in ihrer Praxis bereit und erwarten dort Zusammenbrüche. Völlig
umsonst. Von den Eltern läßt sich keiner blicken.


EXKURSION

1973 Um 9.00 treffen sich alle am Bus vor der Schule, der eigens gemietet
wurde, um die ganze Klasse und zwei Lehrer in die Heide zu fahren. Alle
haben Brote dabei, ein Sunkist und ne Mark für ein Eis. Weil Gisela
Spätaussiedlerin ist und ihre Eltern kein Geld haben haben die anderen
Eltern die 20 Mark für den Bus und die 2,50 für den Vogelpark Walsrode
übernommen.

2006 Alle treffen sich zwei Stunden vor Abflug, denn nach Shanghai gelten
besondere Sicherheitsbestimmungen. Alle haben ihren ipod mit, ihr Handy und
500 Euro für die erste Woche. Kevin konnte leider nicht mit, weil Hartz IV nur
die Hälfte der Kosten in Höhe von 2.500 Euro für den Ausflug übernehmen wollte.
Pech, Kevin.

DEUTSCH
1973 Die Diktate sind mal wieder besonders hart ausgefallen. Schwierigkeiten
machten:
Telefonapparat, Rythmus und Gymnastikverfahren und Mayonaise

2006 Die Diktate sind mal wieder besonders hart ausgefallen. Schweirigkeiten
machten:
das, dass und daß, zusammen hängend und Majonäse, Majonese und Mahjohneese


MATHE
1973 Hannah ist schon in der 10. Klasse und beherrscht die Grundrechenarten
noch immer nicht. Das ist nicht gut. Sie geht von der Schule ab und muss
Karriere in der Werbung machen, denn etwas Anstädniges wird sie so wohl nie
werden.

2006 Hannah ist in der 10. Klasse und beherrscht alle Funktionen ihres
Taschenrechners und ihres Computers. Was sie nicht beherrscht ist die
geltende Gesetzgebung, die es Minderjährigen verbietet, Aktiengeschäfte zu
tätigen. Das ist schade, denn als die Polizei dahinter kommt, hat Hannah
schon 3,4 Mio Euro verdient, die sie jetzt leider wieder zurückzahlen muss.
Hannahs Eltern gehen in den Knast. Sie selbst auch, denn Heimplätze sind
knapp geworden. Als sie an ihrem 18. Geburtstag entlassen wird, hat sie
keinen Abschluss und mit einer Jugendstrafe auch keinen Aussicht auf einen
Ausbilungsplatz. Hannah hat auch kein Elternhaus mehr und weiß nicht, wohin,
also geht sie erst einmal in den Big Brother Container, um warm und trocken
zu wohnen. Dort erzählt sie ihre Geschichte und gibt ein paar Anlage-Tipps.
Sie wird der Renner. Die Telekom macht Hannah das Angebot, Ihr 3,4 Mio zu
zahlen, wenn sie diskret Tcom-Aktien empfielt und über den Deal schweigt.
Hannah gewinnt Big Brother und streicht eine weitere Mio ein. Hinterher
steht ihr eine Karriere bei MTV offen oder als Sprecherin eines
Börsenmagazins. Sie geht aber erst mal nach Hollywood, um eine Karriere als
Schauspielerin zu beginnen. Daraus wird leider nichts, aber sie kann ihre
Geschichte für 15Mio an einen Filmrechtshändler verkaufen. Hannah ist jetzt
21 und stinkreich. Sie hängt auf Parties rum und hat eine vom Koks
zerfressene Nasenscheidewand. Das Leben ist schön.

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Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben. -A.Einstein-

Allein die Möglichkeit, dass ein Traum wahr werden könnte, macht das Leben lebenswert.
-Paulo Coelho-
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