Öhm, das wird nun was länger, aber wir sind ja gefragt worden.....

Wir hatten damals zum verspäteten 5. Geburtstagsfest meines Grossen ein „Räuberfest“. Ich muss gleich vorausschicken, dass das natürlich nur funktioniert hat, weil ich am Tag des Festes helfende Hände hatte. Bei mir sind die Paten sehr engagiert, sowie auch mein Partner. Darüber hinaus muss ich sagen, bin ich immer sehr bemüht einen Großteil der Feier im Freien zu gestalten. Wir haben sehr beengt gewohnt, mein Sohn ist überaus bewegungsfreudig und seine Freunde nicht viel weniger…..
Das Ganze lief also folgendermaßen ab:
Im Vorfeld haben wir für jedes Kind einen (dilettantischen) Räuberhut gebastelt. Braunen Filz ausgeschnitten und zusammengeklebt, so dass es einen „Räuberspitzhut“ ergab. Untenrum etwas breiteres grünes Geschenkband (hatte ich mal bei Lidl oder Aldi auf Vorrat gekauft und bislang nie aufgebraucht). Auch hab ich so einen Bastelpacken Federn gekauft. Die Einladung haben wir auf Backpapier geschrieben, Überschrift „Räubergelage“, weiterer Text entsprechend, Unterschrift „Räuberhauptmann M**. Kartoffelsäcke (auf dem Wochenmarkt umsonst erstanden), in Größe der Einladungen zerschnippelt und mit einigen grossen schlampigen Stichen die Einladung angeheftet. Das ganze zusammengerollt und die Feder eingesteckt, die Feder war sozusagen die „Eintrittskarte“.
Der Raum wurde notdürftig zur „Räuberhöhle“ umdekoriert. Ein paar dunkle Tücher, gesammelte Tannenzweige etc.. Zur Begrüssung bekam jedes Kind seinen „Räuberhut“ und musste die Feder reinstecken. Dann gabs erstmal klassisch Kuchen und Getränke. Meiner Erfahrung nach laufen aber Kuchen und Kaba gar nicht mehr so gut *nurmalanmerk*.
Dann haben wir uns angezogen, die Gesichter mit angekokelten Korken schwarz gemacht, die Hüte aufgesetzt und sind los zum grossen „Überfall“. Wir wohnen nahe am Wald, da ist das kein Problem. Am Waldrand, an einer zuvor besprochenen Stelle haben wir uns versteckt und auf unser „Opfer“ gewartet. Das Opfer war der Pate mit einem Rucksack voller Süßigkeiten und altem Modeschmuck, den kein Mensch mehr braucht

. Unser Opfer wurde überwältigt, seiner Habseligkeiten beraubt, gefesselt (mit vorher organisierten Seilen) und mit nach Hause in die „Räuberhöhle“ geschleppt. Was die Kinder nicht alles von dem armen Kerl wissen wollten….

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Zurück in der Räuberhöhle gabs dann nach Abklingen der Aufregung „Räuberspiesse“. Schaschlikspiesse bestückt mit Würstchen, Tomaten, Käse, Paprika, Gurken etc. Kam ganz gut an, nach der ausgiebigen Bewegung im Freien…
Naja dann haben wir noch ein paar kurze Kindergeburtstagsklassiker gespielt, immer mit einem „Räuber“ davor. Aber soviel Zeit war da auch gar nicht mehr rumzukriegen. Für den Abschluss haben wir Fackeln besorgt und haben jedes Kind mittels Fackelzug, personell besetzt durch die „Geburtstagsräuber“, die logischerweise immer weniger wurden, nach Hause gebracht. Die kleinen Gäste wohnten nahezu alle im Dorf, von daher auch das kein Thema.
So *nochmaldaraufhinweisenmöchte*, dass ganze ist recht kostengünstig umzusetzen, aber man braucht halt „helfende Hände“. Schon allein die An- und Auszieherei mit Kindergartenkindern ist ein Act. Ausserdem sollte jemand das Essen vorbereiten, solange die Räuber unterwegs sind (nur wenn die Würstchen auf den Spiessen noch warm sein sollen natürlich, der Rest ist gut vorzubereiten). Beim Überfall selbst sollte man auch nicht unbedingt ganz allein mit so ner Horde „wilder Räuber“ sein

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Alles in allem ein Fest mit wenig Schaden im Haus und superglücklichen Kindern….
Das ganze nun auf einen „Stadtgeburtstag“ mit evtl. Handtaschen- bzw. Scheckkartenklauereien zu übertragen, halte ich natürlich durchaus für „pädagogisch fragwürdig“

. Waffen waren beim Räuberfest selbstverständlich keine erlaubt

! Gesindel unter sich sollte ohne klarkommen....

LG Maja
P.S. Wir hatten dann auch mal ein "Schneefest"......
