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Alleinerziehend.de Forum 05. Dezember 2008, 00:56:39 *
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Autor Thema: Advent  (Gelesen 2997 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
EX-User
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« Antworten #20 am: 06. Dezember 2006, 10:28:34 »

Huhu!

Das ist ja ein liebevoller Nikolaus - Gabentisch!

Wie schön, da haben sich Deine hoffentlich riesig gefreut!

Karin
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Alleinerziehend.de Forum
« Antworten #20 am: 06. Dezember 2006, 10:28:34 »

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EX-User
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« Antworten #21 am: 06. Dezember 2006, 12:22:10 »

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eric
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« Antworten #22 am: 06. Dezember 2006, 17:14:04 »

Der Apfent

Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter
Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K.

Drei Wochen bevor das Christkindl kommt stellt Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen. Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords tolle Figuren darin.
Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl ist schwarz geworden und den Josef hat es auf lauter Trümmer zerrissen. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, daß nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind.

Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber ich habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielzeugkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, daß er in den Futtertrog gepaßt hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nielpferd und ein Brontosaurier. Das Nielpferd und den Brontosaurier habe ich hineingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir zu langweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz.

Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkind dabei, nämlich Gold, Weihrauch und pürree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keine weihrauch haben. aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet.
Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenkt für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen. Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt.

Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weißbier für die Oma dabei und reißt gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum lurt hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll.

Am Abend schalten wir die Lampen an und dann ist unsere Krippe erst so richtiq schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: "Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa drei vier, dann hauts de mit deim Hirn an d'Tür."
Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, daß ich es mir nicht merken darf.

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind, und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hinschnauft.
Einmal habe ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuß darin gewälzt hat, tat er einen Nieserer, daß es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuß nicht. Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwieder und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, daß bei dem Goldstaub irgendetwas nicht stimmt und Mama hat gesagt, daß höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Klump. Ich schreibe vorsichtshalber mehr Sachen drauf und zum Schluß schreibe ich dem Christkindl, es soll einfach soviel kaufen bis das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkindl gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt. Und wenn ich groß bin und ein Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir wurscht.

Bis man schaut ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat.
Aber eins ist gwies: Der Apfent kommt immer wieder.



irgendwo.gefunden.
eric
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Funnybunny
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« Antworten #23 am: 06. Dezember 2006, 18:33:40 »

Es war einmal vor langer Zeit, kurz vor Weihnachten, als der Nikolaus sich
auf den Weg zu seiner alljährlichen Reise machen wollte, aber irgendwie war
in dem Jahr der Wurm drin:

Vier seiner Elfen feierten krank, die Aushilfs-Elfen kamen mit der
Spielzeug-Produktion nicht nach, die Kinder wollten dieses Jahr alle nur
noch Gameboys oder Handys und kein albernes Holzspielzeug. Der Nikolaus
begann also schon den weihnachtlichen Druck zu spüren.

Da erzählte ihm seine Frau, dass ihre Mutter sich zu einem Besuch
angekündigt hatte; die Schwiegermutter hat dem armen Nikolaus gerade noch
gefehlt!

Als er nach draußen ging um die Rentiere aufzuzäumen, bemerkte er, dass
drei von ihnen trächtig waren und sich (deswegen?) zwei weitere aus dem
Staub gemacht hatten, der Himmel weiß wohin! Welche Katastrophe!

Er begann damit, den Schlitten zu beladen, doch eines der Bretter brach und
der Spielzeugsack fiel so zu Boden, dass das meiste Spielzeug kaputt ging -
Shit!!

Frustriert ging der Nikolaus ins Haus um sich eine Tasse mit heißem Tee
und einem Schuss Ruhm zu machen, jedoch musste er feststellen, dass die
Elfen den ganzen Schnaps versoffen hatten! In seiner Wut glitt ihm auch
noch die Tasse aus den Händen und zersprang in tausend kleine Stücke über
den ganzen Küchenboden verteilt. Jetzt gab’s natürlich auch noch Ärger mit
seiner Frau.

Als er dann auch noch feststellen musste, dass Mäuse seinen
Weihnachtsstollen angeknabbert hatten, wollte er vor Wut platzen. Da
klingelte es an der Tür.

Er öffnete und da stand ein kleiner Engel mit einem riesigen
Weihnachtsbaum. Der Engel sagte jubelnd und frohlockend (wie man es ihn
gelehrt hatte): "Frohe Weihnachten, lieber Nikolaus, ist es nicht ein
herrlicher Tag?? Ich habe da einen schönen Tannenbaum für dich. Wo soll ich
den jetzt hinstecken??"

Und so hat die Tradition von dem kleinen Engel auf der Christbaumspitze
begonnen.


In dem Sinne: einen wunderschönen Nikolaus-Tag Smiley)))


wünsche eine schöne stressfreie  Zwinkernd vorweihnachtszeit...
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<< Woher soll man wissen wohin man geht, wenn man nicht weiß woher man kommt!>>
(Chinesisches Sprichwort)

...der Weg ist das Ziel...
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« Antworten #24 am: 06. Dezember 2006, 20:15:54 »

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fairy
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« Antworten #25 am: 06. Dezember 2006, 23:49:21 »

@ eric und Funnybunny

danke,für das mal wieder herzhaft lachen können rotfl ,aber eine Frage,eric,was ist ein Bummerl  gruebel

LG , Fairy,die allen,bei denen es ähnlich chaotisch zugeht wie beim Nikolaus ein kleines Engelchen wünscht,das an die Tür klopft  ae_engelchen


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Wann, wenn nicht endlich jetzt !?   Albert Einstein

EX-User
Gast
« Antworten #26 am: 07. Dezember 2006, 00:51:41 »

Wenn der  Schwache dem Starken die Schwäche vergibt
Wenn der Starke die Kräfte der Schwachen liebt
Wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt
Wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt
Und begreift, was der Stumme ihm sagen will
Wenn der Leise laut wird und der Laute still
Wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos
Das scheinbar Unwichtige wichtig und groß
Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht
Und Du zögerst nicht,
sondern Du gehst,
So wie Du bist
 darauf zu,
Dann,
 ja dann
Fängt Weihnachten an!

Der Text in meinen Weihnachtsemails..

Lieben Gruß J
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EX-User
Gast
« Antworten #27 am: 07. Dezember 2006, 01:00:46 »

Weihnachten Total 

Weihnachtswahnsinn aller Orten. Immer früher greift der Einzelhandel an, immer schwieriger wird es, sich dem zu entziehen. Ein Augenzeugenbericht:

Montag: 11. Oktober:

Schönster Altweibersommer - Noch einmal Menschen in T-Shirt und Sandalen in den Straßencafes und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Schloßstraße.
Dann plötzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"

Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

15:07 Uhr:
Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.

16:02 Uhr:
Die Filialen von Penny und Reichelt bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 20. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

Dienstag: 12. Oktober:

07:30 Uhr:
Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während 2 Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleißenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen. Immerhin haben jetzt auch Wertheim, Bolle und Minimal den Ernst der Lage erkannt.

Mittwoch: 13.Oktober:

09:00 Uhr:
Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

09:12 Uhr:
Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.

10:05 Uhr:
Bei Reichelt verirren sich Dutzende Kunden in einem Wald von Weihnachtsbäumen.

12:00 Uhr:
Neue Dienstanweisung bei Bolle: An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewünscht. Die Schlemmerabteilung von Wertheim kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an.

Donnerstag: 14. Oktober:

07:00 Uhr:
Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

08:00 Uhr:
In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark: "Weihnachten bis zum Äußersten" und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD: "Weihnachten mit Mireille Matthieu" über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

Freitag: 15. Oktober:

08:00 Uhr: Anwohner der Schloßstraße versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung die nun von Wertheim angedrohte Musikoffensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.

09:14 Uhr: Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor " Adveniat", der gerade vor Karstadt zum großen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.

18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpässen in der Stromversorgung, als der von Tengelmann beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von Bethlehem an den Himmel zeichnet.

Sonnabend: 16. Oktober:

Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.

10:37 Uhr:
Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Bolle-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.

12:00 Uhr:
Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Minimal die Einkaufszone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst!

14:30 Uhr:
Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen. Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.



In diesem Sinne an all die, die heut nur im Pulli.. mal eben den Nikolausstiefel geleert haben.. und den Windjacken, statt den WINTERJacken den Vorzug gaben.

Lieben Gruß.. Jeanne
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« Antworten #28 am: 07. Dezember 2006, 09:55:59 »

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EX-User
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« Antworten #29 am: 08. Dezember 2006, 06:25:02 »

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