@All
Mir fält zum Thema noch etwas ein:
Ich habe im Zuge eines Elterntrainings den Tipp bekommen, den Focus mehr auf das positive, also erwünschte Verhalten zu legen und es zu verstärken.
Das heißt, wenn mein Sohn z.B. an drei aufeinander folgenden Tagen ohne Murren und bei der ersten Erinnerung die Geige in die Hand nimmt, gehen wir anschließend noch Eis essen o.ä.
Es bedeutet, die Kinder zu loben für etwas, was sie gut und richtig machen und dabei vielleicht auch das eigene Verhalten einmal überdenken.
Noch ein Beispiel:
mein Sohn braucht morgens elend lange für alles, was zu tun ist. Vom Aufstehen über Waschen/ Zähneputzen, Ranzen packen, Sportzeug usw. einsammeln...egal. Das hat mich manchmal bis an den Rand des Irrsinns gebracht und ich bin häufig laut geworden, hab ihn ständig ermahnt und war dann, als er endlich aus dem Haus war, schon völlig fertig.
Nun haben wir den morgentlichen Ablauf schriftlich festgehalten und er bekommt für jeden Morgen, an dem es reibungslos funktioniert, einen roten Punkt im Kalender. Am Ende der Woche wird "abgerechnet" und er darf sich eine Aktivität aussuchen, die er mit mir allein macht (zB Kino, Schwimmen, Spielen o.ä.)
Zusätzlich haben wir 15 Minuten Spielzeit vor der Schule eingeräumt, wenn er seine Sachen erledigt hat und noch Zeit ist. Natürliche Konsequenz: Trödeln bedeutet keine Spielzeit.
Ich muss sagen, das funktioniert absolut super. Wir haben nahezu keinen Stress mehr morgens

Welche Belohnungen für den Einzelnen sinnvoll sind, hängt natürlich davon ab, was das Kind unbedingt gerne hätte oder machen möchte...Wo die Motivation liegt etwas zu tun oder zu lassen.
Und da ist jedes Kind anders.
Lieben Gruß
Apollonia