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Alleinerziehend.de Forum 20. August 2008, 17:45:49 *
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Autor Thema: Sexualkundeunterricht in der Grundschule  (Gelesen 1287 mal)
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diavola


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« am: 11. Mai 2005, 17:42:48 »

Hallo,

ein Kumpel hat mir grade erzählt, dass sein Sohn (Grundschule 3.Klasse) im Sachkundeunterricht ne Arbeit zum Thema Sexualkunde geschrieben hat.

Dabei wurde sehr detailiert z. B. nach Geschlechtsorganen (z. B. auch der Kitzler) gefragt, wie eine Frau merkt ob sie schwanger ist (ausbleiben der Monatsblutung), wie weit fortgeschritten der Fötus im dritten Schwangerschaftsmonat ist, usw. .
Ging also schon sehr ins Detail, nicht einfach nur "Scheide, Penis" usw. sondern eben auch wie beides aufgebaut ist und wofür es da ist.

Wir fragen uns jetzt, ob das in der dritten Klasse nicht bisschen früh ist.
Nicht falsch verstehen, ich hab das grundsätzlich kein Problem mit.
Finde es auch völlig ok das auch in der Schule darüber gesprochen wird, schließlich kann man sich nicht drauf verlassen, dass alle Eltern offen mit ihren Kindern über dieses Thema sprechen.

Aber dritte Klasse? Weiß jemand ob das so detailiert von den Kultusministerien vorgegeben wird?
Sind ja einige Eltern aufm Board, oder vielleicht auch paar die die (Grund)Schule noch nicht so lange hinter sich haben.
Erscheint euch das (in dieser Form) nicht auch bisschen früh?
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Alleinerziehend.de Forum
« am: 11. Mai 2005, 17:42:48 »

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cmag16
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« Antworten #1 am: 11. Mai 2005, 17:54:10 »

Hallo diavola,
auch meine Kinder haben/hatten schon Sexualkundeunterricht in der Grundschule. Man wird dabei vorher (!) von den Lehrern informiert, was in etwa durchgenommen wird. Auch die Materialien, mit denen die Kids "arbeiten" werden dann vorgestellt.
Natürlich werden Lehrer immer bemüht sein, die Fragen der Kinder zu beantworten. (Auch, wenn die sehr in Detail gehen).
M.E. hängt es sehr vom Lehrer und vom Verhältnis Lehrer/Schüler ab.
Aber schau doch mal unter
http://www.webteachers.de/community/forum/default.php3?IDTH=25363&IDFR=15&UID=0
(Ich hoffe der Link kommt korrekt rüber).
Da sieht man, dass das Thema auch Lehrer sehr konträr beschäftigen kann.

Mit freundlichen Grüßen

cmag16
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« Antworten #2 am: 11. Mai 2005, 18:18:00 »

hi diavola

wann würdest du denn damit anfangen wenn die kidis 13 sind und schwanger, ich weiß nicht in der 3. klasse sind die kinder 8-10 jahre das passt doch später sollte es auf keinen fall sein, sonst bekommen wir hier noch zuwachs


bei uns wars damals in der 8. klasse da hatten es manche schon hinter sich, da brauch man niemand mehr aufklären.


lg stefan

[Editiert am 11/05/2005 von skrohmer]
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« Antworten #3 am: 11. Mai 2005, 18:24:03 »

Also ich antworte hier mal nicht in der Rolle der Mutter sondern der GHS- Lehrerin.

Der Umgang mit dem Thema Geschlechtserziehung in der Grundschule ist durchaus unterschiedlich zu betrachten. Das Benennen der einzelnen Geschlechtsteile auch im Detail finde ich persönlich als rein biologischen Aspekt nicht wirklich verkehrt in einer dritten Klasse, zumal das Vorwissen der Kinder durchaus sehr weit auseinander geht, und teilweise furchtbare Fehlinformationen (bedingt durch Fernsehen und diverse Jugendzeitschriften) ausgemerzt werden müssen.
Ob das Thema Schwangerschaftsabbruch nun wirklich etwas in einer Grundschulklasse zu suchen hat, hängt davon ab, wie es zu dieser Thematik kam. Wenn einer meiner Schüler mir dazu eine Frage stellen würde, würde ich ihm auch darauf antworten, das Thema aber niemals selbst ansprechen. Anders sieht es natürlich mit dem Thema sexueller Mißbrauch aus. Auf diese Thematik müssen Schüler behutsam vorbereitet werden, wichtig ist auch dabei, dass den Kindern nicht unnötig Angst gemacht wird.

Was genau besprochen werden soll, ist in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich. und kann auch dann noch unterschiedlich interpretiert werden.

Ein informatives Gespräch sollte eigentlich im Vorfeld immer geführt werden.

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diavola


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« Antworten #4 am: 11. Mai 2005, 18:24:48 »

ich habe keine ahnung, wann ich damit anfangen würde, deshalb auch der thread. mein subjektives empfinden ist ja nicht massgeblich und ich bin da einfach ein wenig unsicher, wie sehr ich "daneben liege" oder auch nicht. Smiley
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Leipzigerin
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« Antworten #5 am: 11. Mai 2005, 18:32:24 »

Hallo!

Also, meine 3 Kids hatten in der 3. Klasse auch das 1. Mal Sexualkunde.
Ihnen wurden die Geschlechtsorgane erklärt und wie man schwanger wird, über Mißbrauch usw.
Die haben auch über Verhütung gesprochen, das wird ja dann in den größeren Klassen vertieft. (da lernen sie dann auch, wie man Kondome benutzt)
Meine Jungs kamen natürlich nach Hause und gaben ihr Wissen zum Besten.
Allerdings kam da auch manchmal komische Sachen zu Tage. Wo wir dann noch mal zu Hause drüber geredet haben.
Grad die Kinder, die schon ältere Geschwister haben, schnappen da was auf und erzählen da ganz schönes Mist.

Ich fand das im Großen und Ganzen ganz gut.
MfG Conny

[Editiert am 11/05/2005 von Leipzigerin]
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« Antworten #6 am: 11. Mai 2005, 19:34:36 »

Ich persönlich hatte in der 2. Klasse zum ersten mal Geschlechtserziehung.
Allerdings ging es damals um allgemeine Dinge, wie die korrekten Bezeichnungen der Genitalien, die Unterschiede zwischen Junge und Mädchen etc.
Allerdings haben wir auch einen Text zur Geburt besprochen und abgeschrieben.

Ich selbst bin Biologielehrerin in Rheinland-Pfalz und bin der Meinung, dass man mit Geschlechtserziehung nicht früh genug anfangen kann.
Nur finde ich es unangebracht, solche detaillierten Sachen wie Klitoris etc. in einer GS zu besprechen, da es dort in der Regel erst mal um die Orientierung auf dem Gebiet der Sexualkunde gehen sollte. Besonderen Wert wird da auch auf das NEINsagen gelegt. "Gute" Berührungen und "schlechte" Berührungen einordnen können und sich seines Körpers bewusst werden.

Davon abgesehen ist es sowohl in Ba-Wü, als auch in Rheinland-Pfalz (soweit ich weiß in Deutschland generell) so, dass VOR der Geschlechtserziehung die Eltern über Inhalte derselben in einem Elternabend o.ä. aufgeklärt werden müssen/sollten, damit sie wissen, was da auf ihre Kinder zukommt.

LG
Elrénia
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« Antworten #7 am: 12. Mai 2005, 06:57:09 »

Hallo Diavola,

die Lehrerin meiner Tochter hatte uns schon am Anfang des Jahres (4. Klasse) gesagt, es wird Sexualkundeunterricht geben, wir wurden sogar um unser Einverständnis gebeten, dass die Kids teilnehmen dürfen. Sollte ein Kind nicht teilnehmen dürfen, würde es für die Stunden in eine andere Klasse geschickt. Jetzt war grad der Elternabend, wo man die Unterrichtsmaterialien anschauen konnte. Die haben sogar extra eine "Expertin" vom Gesundheitsamt für diesen Unterricht da. In diesem Unterricht wird wohl auch eher ausführlich aufgeklärt und das finde ich auch ok so. Allerdings die Bezeichnungen für die Geschlechtsorgane etc. haben unsere Kids auch schon in der 2. Klasse gelernt. Ich finde diese Zeiteinteilung ok, heutzutage sind die Kids in den 4. Klassen ja schon alle vollpupertär Smiley

Wie das Ganze vonstatten geht, hängt wohl mit dem neuen Lehrplan zusammen und war wohl bisher auch nicht so. Uns wurde erklärt, dass der neue Lehrplan immer den Stoff für zwei Jahrgangsstufen vorgibt, die Reihenfolge könne dann der Lehrer selbst einteilen irgendwie.

@Sonnenscheinchen
von Abbruch hat doch Diavola gar nix geschrieben... *grübel*
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« Antworten #8 am: 12. Mai 2005, 11:02:11 »

Finde es auch ziemlich in Ordnung darauf möglichst früh in der Schule einzugehen. Wie offen das in den Familien besprochen wird weiss ich nicht. Von daher haben so alle die Möglichkeit was mitzubekommen.

Ob dabei der Begriff Kitzler fallen muss - hmm finde ich nicht weiter dramatisch.

Aber besser damit früh anfangen, als wie jetzt bei mir an der Schule, in der 7. Klasse mit 13 schwanger zu sein  mad  

Denke die "Kinder" sind nun mal früher dran als wir das wohl noch waren (mist fühl mich gerade wieder älter  exclamation_smile )
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« Antworten #9 am: 12. Mai 2005, 18:28:28 »

@Redwood ich habe mich dabei auf den link von cmag16 bezogen.
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