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Alleinerziehend.de Forum 30. August 2008, 10:36:24 *
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Autor Thema: TV-Tipp für genervte Mütter  (Gelesen 5540 mal)
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Bea


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« Antworten #70 am: 25. November 2004, 14:52:38 »

Hi,

also den Fall gestern fand ich ja echt erschreckend  Schockiert . Allerdings sehr lehrreich, denn man konnte anhand diesem Beispiel ganz deutlich erkennen, welch Schäden für die Kinder bei mangelnder Inkonsequenz seitens der Eltern auftreten können.
Also, wenn ich abends mal 10 Fläschen für die Nacht vorrichten müsste, und dabei auch noch in diesem Ausmass die Gesundheit meiner Kinder schädige, oder in diesem Alter meine Kinder alleine in die vollgefüllte Badewanne setze, würde ich mir auch ernsthafte Gedanken um meine Erziehungsfähigkeit  machen.....

Tztztz, Sachen gibts  Schockiert

Bea
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Alleinerziehend.de Forum
« Antworten #70 am: 25. November 2004, 14:52:38 »

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« Antworten #71 am: 25. November 2004, 16:49:16 »

Bea,
ich musste grad ein bisschen schmunzeln, weil ich mir die Sendung so teilweise angeschaut habe und sie vergleichsweise "langweilig" zu den vorherigen fand  Zwinkernd

Diese Mutter gestern (naja, das kann ich aber nur aufgrund der Stücke sagen, die ich gesehen habe) hat meines Erachtens den Fehler gemacht, einfach zu "nett" zu sein und dabei eben inkonsequent. Härte im richtigen Maß ist manchmal gar nicht so leicht. Und offensichtlich waren sich die Eltern auch nicht wirklich einig und haben gegeneinander gearbeitet.

Das mit den Fläschchen schaukelt sich schnell mal hoch. Die Kinder sind eins gewöhnt, wachen dann auf, wollen zur Beruhigung noch eins und weil man müde ist, gibt man und bevor mans merkt, sinds zehn. Ich hab diesen Fehler leider auch gemacht, obwohl ich nie bei diesen Mengen angelangt bin. Ich hab Gott sei Dank bei zwei die Kurve bekommen. Dafür kenne ich Singerei bis zum Umfallen, noch ne Geschichte, noch nen bisschen Knuddeln, noch nen bisschen Trösten, rumtragen etc.

Aber mal ehrlich, wieviele Dinge macht man denn bei den Kids verkehrt, nur um einfach mal ein bisschen Ruhe zu bekommen? Seis, dass man ihnen Arbeiten abnimmt, für sie schnell Sachen wegräumt, bei den Strafen inkonsequent ist, weil man das Quengeln nicht mehr hören kann, für sie Extrabeilagen kocht, weil sie das, was auf dem Tisch ist, nicht mögen, ihnen (im Schulalter) Dinge erklärt, anstatt ihnen beizubringen, wie sie Wörter selbst im Duden nachschlagen können und und...  (was übrigens nicht heißt, dass ich nicht gestern auch manchmal den Kopf geschüttelt hab  Smiley )
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Maja
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« Antworten #72 am: 25. November 2004, 17:01:43 »

Ich hab die früheren Beiträge nicht gesehen. Aber ich möchte hier mal sagen, ich fand den Beitrag null erschreckend. Ganz ehrlich ist mein Kleiner in dem Alter von Julian auch oft ausgetickt und war nicht wieder so leicht in den Griff zu kriegen. Heute haben wir, Gott sei Dank, solche Aktionen weitgehend im Griff.

Die Eltern sind grad mal auf dem Wege der Trennung. Klar das verunsichert Mutter und Kids. Vor allem will man seinen Kindern ja nicht noch mehr Kummer und Schmerz zufügen. Das man da mal den falschen Weg geht, ist doch menschlich denk ich. Auf jeden Fall war die Mutter in diesem Fall lernwillig und hat sich nach Rückenstärkung und Hilfestellung echt gut gemacht.

Mir sind die Mütter lieber, die mal zugeben, dass sie nicht mehr weiter wissen bzw. mit den Kindern überfordert sind und sich helfen lassen, als die, welche das nicht tun und somit mehr Schaden bei ihren Kindern anrichten, als sie je wieder gutmachen können.  

Gruss die "reflektierte" Maja Smiley
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« Antworten #73 am: 25. November 2004, 17:47:49 »

Zitat
Mir sind die Mütter lieber, die mal zugeben, dass sie nicht mehr weiter wissen bzw. mit den Kindern überfordert sind und sich helfen lassen, als die, welche das nicht tun und somit mehr Schaden bei ihren Kindern anrichten, als sie je wieder gutmachen können.  


Maja,
da bin ich absolut deiner Meinung  thumbup
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EX-User
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« Antworten #74 am: 26. November 2004, 14:10:34 »

maja da hast du auf jeden fall recht... keiner ist perfekt
und da kann man sich schwächen ruhig auch mal eingestehen!!!

die zwei in der sendung waren aber auch recht "harmlos"... sicher
ist es nervenaufreibend wenn man 100 mal springen muss um
die kinder ins bett zu bringen....

wenn ich da aber schon die anderen fälle gesehen habe war da
wirklich zeit das jemand hilft...
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diavola


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« Antworten #75 am: 20. April 2005, 18:45:40 »

Heute kommt auf RTL um 20:15 h ein "Super-Nanny-Spezial" über Scheidungskinder - wen es interessiert Smiley
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« Antworten #76 am: 24. April 2005, 19:37:05 »

Wen es interessiert, was der Kinderschutzbund dazu zu sagen hat:

www.kinderschutzbund-nrw.de/StellungnahmeSuperNanny.htm

Diese Stellungsnahme deckt sich weitestgehend mit meiner eigenen Ansicht. Ein Außenstehender kann sich kaum innerhalb von knapp 2 Wochen Drehzeit in die Probleme, die in der Familie vorliegen, überhaupt effektiv einarbeiten.

Gruß, Xe
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Maja
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« Antworten #77 am: 24. April 2005, 22:12:00 »

Ich kannte die Stellungnahme des Kinderschutzbundes und finde sie auch in vielen Teilen in Ordnung, allerdings bin ich auch der Meinung, nicht jedes Problem bedarf einer mehrwöchigen bzw. mehrmonatigen Einarbeitungszeit um erkannt und angegangen zu werden.

Was mir da ebenfalls eher Sorgen macht, ist die abhanden gekommene Würde der Kinder und deren Eltern. Diese öffentliche zur Schaustellung von angeblicher Inkompetenz und Unvermögen. Auch die Bevormundung und Gängelei der Eltern vor den Kindern durch Supernanny und dergleichen könnt ich mir für mich bei Gott nicht vorstellen.....

Aber da isses halt leider auch so, dass sowohl für sich als auch für ihre Kinder die sorgeberechtigten Eltern entscheiden und wer will sich nun wieder anmaßen, die Eltern für unmündig zu erklären solch eine Entscheidung zu treffen?

Zu den Sendungen allgemein, öhm zwei- oder dreimal hab ich nun auch schon reingeschaut, aber mal ehrlich...... die revolutionären Erkenntnisse fehlen mir weitgehend. Wem`s hilft, für den freu ich mich, aber ich für mich hab nichts neues draus ziehen können.

Gruss Maja
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« Antworten #78 am: 07. Juni 2005, 00:56:04 »

Liebe Leute,

seid froh, wenn Ihn nicht in so einer Situation steckt wie die gezeigte Mutter. Habe selbst ein Kind, das ständig ausrastet. Gespuckt hat er noch nicht, aber dafür kratzt und kneift mein ansonsten supernetter, feinfühliger und auch recht intelligenter und super temperamentvoller Sohn (8 Jahre). Mal ganz abgesehen von seinen überaus widerwärtigen Verbalangriffen (die man allerdings nicht persönlich nehmen sollte).

Früher, als er klein war, da war alles noch ganz easy. Da half die Methode "ich zähle jetzt bis drei" oder das vor die Tür stellen, wenn´s zuviel wird. Da war auch jemand da, der mich zumindest ab und zu mal ohne Aufforderung unterstützt hat. Aber dann...

Ein Ehemann, der macht, was er will, der sich aus der Erziehung raushält und einen bei Konflikten mit dem Kind auflaufen lässt, bis man auf dem Zahnfleisch kriecht etc., das möchte ich hier lieber nicht weiter ausführen.

Und irgendwann ist man so überlastet mit Kind erziehen, Geld ranschaffen, Hortplatz weg etc., dass man nicht mehr kann und folglich auch das Durchsetzungsvermögen gegenüber dem Kind eingeschränkt ist. Dann kommt der Rückzug, und das ist die Katastrophe.

Und das ist der Anfang von dem, was Ihr da gesehen habt. Man lässt Dinge (zum Teil jahrelang) laufen, man reagiert zu langsam. Man steckt in einem Sumpf und kämpft an zu vielen Fronten ums nackte persönliche Überleben.

Zwischendurch ist es dann wieder gut, aber bei jeder kleinen Störung des allgemeinen Wohlbefindens und auch immer, wenn man gerade selbst keine Power hat, powert das Kind los. Als ob es das riechen würde, dass man keine Kraft mehr hat, um sich durch zu setzen.

Ich rede hier nicht von einfühlsamen lieben Mädels (solche Konflikte gab´s zwischen mir und meiner Mutter - auch alleinerziehend - nicht). Ich rede von hier von temperamentvollen Kindern, die ihren Willen schon als Kleinstkinder durchsetzen wollten und durften und denen -. aus welchen Gründen auch immer - schon früher viel zu oft nachgegeben wurde.

Ganz schnell ist man dann auf der Meckerschiene, die natürlich gar nichts bringt. Zu viel Reden ist schädlich. Nachgeben ist ne Katastrophe, zwischendurch Phasen der Ruhe, dann aber wieder der totale Zoff mit dem Kind, dass auch nicht weiß, wie es seinen Frust ab arbeiten soll.

Die Supernanny (in der Realität wohl eher der Besuch der Erziehungsberatung) ist ne gute Lösung. Natürlich läuft das nicht so wie im Fernsehen ab. Man kann die Eltern nicht vor dem Kind zurechtweisen. Das untergräbt ja noch das letzte bisschen Autorität. Aber im Prinzip hat sie recht, die Nanny.

Regeln und klare Tagesabläufe müssen her, und man muss wieder lernen, sich durchzusetzen und nicht alles 3mal zu sagen. Jede Missachtung der Regeln muss klar erkennbare Konsequenzen nach sich ziehen. Jede Einhaltung der Regeln muss aber auch belohnt werden. (Es hört sich blöde an, aber in der Erziehung eines Welpen sind wir konsequent, weil wir wissen, was auf uns zu kommt, wenn wir es nicht sind. Bei der Erziehung unseres Kindes vergessen wir das oft. Leider...)

Bei uns wird gerade ein Sternchensystem benutzt für gut gelaufene Tage. Am Ende des Tages wird gemeinsam Bilanz gezogen, wie es gelaufen ist, und wieviel Sterne (1, 2 oder 3) es wohl geben müsste.  Nach 15 Sternchen gibt es was nettes (wird aber nicht verraten, was). Natürlich gibt´s Sterne nicht für Selbstverständlichkeiten wie Zähneputzen. Aber das System hilft dem Kind bei der Selbstkontrolle des Verhaltens. Bei aufkeimenden Konflikten führt der Verweis auf die Sterne dazu, dass sich mein Sohn Gedanken über sein momentanes Verhalten und die Konsequenzen macht. Er fährt sich dann schnell wieder runter.

Nätürlich ist es noch besser, wenn man wieder öfter ein Lob ausspricht, denn  auch solche Dinge gehen bei Überbelastungen leicht verloren. Und Jungs muss man ständig loben. Sie vergessen so etwas schnell wieder und der Effekt ist weg.

Und für alle, die ähnliche "Probleme" mit ihren oft zutiefst verunsicherten, aufmüpfigen, feinfühligen Kindern haben, empfehle ich das Triple P Eltern-Training. Es entlastet auch ADHS-geplagte Eltern, deren Kinder ja noch ne Nummer heftigfer sind (habe selbst mal eins erlebt und dacht, oh, da steht ja Dein Kind hoch drei).

Ach ja, und dann für alle entspannten Eltern noch eine kleine Frage nach dem Motto, wie würden Sie vorgehen:

Mein Sohn (8 J.) und sein bester Freund (6 1/2 J.) sitzen auf dem Rücksitz meines Autos und streiten sich, während ich fahre, bis aufs Blut.

Ich brülle nach hinten, sie sollen mit der Streiterei aufhören, weil ich sonst einen Unfall baue. O-Ton mein Sohn: "Der hat aber angefangen."
 
O-Ton ich: "Das kann schon sein, aber ich möchte, dass Ihr jetzt aufhört, sonst fahre ich gegen einen Baum."

Keine Reaktion. Mein Sohn:"Das ist ungerecht!" Er kämpft weiter für seine Rechte. Sein Freund gibt auch nicht nach. Zwei kleine alpha-Tiere kämpfen dahinten auf meiner Rücksitzbank.

Ich bremse, um die Situation zu verdeutlichen. Mein Sohn fliegt in den Gurt und brüllt:"Du bist schuld, jetzt hätte ich mir fast den Hals gebrochen!" Er reißt seinem Freund in den langen Haaren herum. Dieser piekst ihn in die Augen.

Ich:"jetzt reicht es aber. Haltet Frieden dahinten, so kann ich nicht fahren!".

Ich suche verzweifelt einen Parkplatz. Das dauert etwas, der Streit geht weiter. Ich parke, öffne die Hintertür und brülle:"Aufhören!" Es ist kurz Ruhe, aber dann fangen die beiden wieder an, sich zu piesaken.

So geht es also nicht weiter. Ich:"Lio, Jan, hört jetzt auf! Jan, komm bitte aus dem Auto!" Keine Reaktion. Ich reiße meinen strampelnden schimpfenden Sohn ziemlich fest am Ärmel aus der Autotür, um die zwei Streithähne zu trennen, bevor ein Unglück geschieht, wobei es ein bisschen kraxt.

Mein Sohn verzieht wütend das Gesicht und boxt mir in der Öffentlichkeit mit aller Wucht in die Magengrube. Ich stehe da und darf mich jetzt entscheiden, ob ich das vor allen Leuten so hinnehmen will, oder ob ich mich wehre. Ich wehre mich und versetze meinem Kind im Reflex einen Schwinger mit der Hand und sage:"Es reicht jetzt!"

Aber es reicht nicht, mein Sohn tritt und kratzt, weil er sich ungerecht behandelt fühlt, und weil ich seine Jacke kaputtgemacht habe. Das habe ich in seinen Augen natürlich mit Absicht getan. Überhaupt findet er ständig, dass er ungerecht behandelt wird.

Ich bin entsetzt, dass es soweit gekommen ist, dass ich meinem Kind eine verpasst habe. Wer schlägt hat Unrecht? - Aber wer lässt sich schon gern vor anderen von seinem Kind schlagen? Und wie würdet Ihr als Einzelperson zwei Kinder trennen, die Worten nicht mehr zugänglich sind und sich gemeingefährlich beharken?

Wären beide schon älter gewesen, hätte ich sie mit dem Bus nach hause geschickt. Aber das war hier nicht möglich. Also, liebe Supernanny, dann schieß mal los!

 gun



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« Antworten #79 am: 07. Juni 2005, 08:30:31 »

Mal so ganz unpägagogisch (sozusagen als Zivilist und unbekannt)

Wenn mein Kind mich einmal in den Bauch schlagen und danach noch weiter machen würde, huuu sei dir sicher an den Schmerz in diesem Moment würde es sich noch ziemlich lange erinnern.....

Ein Tritt in den Hintern sagt mehr als 1000 Worte.

Prähistorisch aber effektiv

Caradog

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