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Alleinerziehen. Vielfalt und Dynamik einer Lebensform (Norbert Schneider, Dorothea Krüger, Vera Lasch, Ruth Limmer) Alleinerziehende waren bis in die jüngere Vergangenheit vielfach sozialen Diskriminierungen ausgesetzt und sie sind nach wie vor von erhöhten Deprivationsrisiken betroffen. In den Medien wird hingegen der Eindruck verbreitet, Alleinerziehen sei für eine wachsende Zahl unabhängiger und selbstbewusster Frauen ein angestrebter Lebensstil. Alleinerziehen - Schicksal oder Chance, Problemfall oder ganz normale familiale Lebensform mit spezifischen Vor- und Nachteilen? Die hier vorgelegte Studie zeigt die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse, der Problem- und Bedarfslagen von Alleinerziehenden auf. Besonderes Gewicht wird auf Themen gelegt, die in der bisherigen Forschung in erstaunlicher Weise vernachlässigt wurden: Die Kontakte der Kinder zum abwesenden Elternteil, die Rolle neuer PartnerInnen, die Bewältigung spezifischer Stressoren und Belastungen sowie die Entstehungszusammenhänge der Lebensform. Weitere Schwerpunkte der Studie sind auf die Veränderungen der Lebenssituationen im Verlauf des Alleinerziehens sowie auf die Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Alleinerziehende gerichtet. Die Studie belegt den Bedeutungswandel und die Dynamik der Lebensform. "Alleinerziehen" wird zunehmend eine Lebensphase im Biographieverlauf, ein normaler Bestandteil im Leben, zumindest für Frauen.